21. Juni, 2024

Märkte

Stabile Kurslage für deutsche Bundesanleihen und gemäßigter Ton von Bundesbank-Chef Nagel zur EZB-Zinspolitik

Stabile Kurslage für deutsche Bundesanleihen und gemäßigter Ton von Bundesbank-Chef Nagel zur EZB-Zinspolitik

In einem ruhigen Marktumfeld präsentieren sich die Kurse deutscher Bundesanleihen nahezu unverändert. Der als Indikator geltende Euro-Bund-Future notierte zuletzt leicht abfallend bei einem Stand von 129,99 Punkten. Eine vergleichbare Kontinuität zeigt sich bei der Rendite zehnjähriger Bundesanleihen, die sich stabil bei 2,58 Prozent bewegt.

Währenddessen ließ Joachim Nagel, Präsident der Deutschen Bundesbank, verlautbaren, dass für Juni grundlegend nur ein einzelner Zinserhöhungsschritt seitens der Europäischen Zentralbank zu erwarten sei. Bei einem Zusammentreffen der G7-Finanzverantwortlichen im nördlichen Italien äußerte er sich in dieser Hinsicht zurückhaltend. Einen automatischen Mechanismus für weitere Zinsschritte solle man nicht vorschnell annehmen. In einem Gespräch mit Bloomberg ergänzte er, dass eine zweite Zinssenkung unter Umständen auf die EZB-Sitzung im September vertagt werden könnte.

Weitere wirtschaftliche Daten aus dem Euroraum zeigen ein erwartungsgemäßes Bild. In Deutschland konnte eine wirtschaftliche Belebung zu Jahresbeginn verzeichnet werden, mit einem Wachstum des ersten Quartals um 0,2 Prozent. Detaillierungen dieser Zahlen wurden publiziert, wobei die Grundinformationen bereits im Vorfeld bekannt waren. Das Geschäftsklima in Frankreich blieb stabil, und traf damit ebenso die Prognosen der Analysten.

In einem Markt, der sich durch Vorhersagbarkeit auszeichnet, und mit einem behutsamen Kurs der Notenbankchefs, spiegelt sich die Gelassenheit der Finanzmärkte wider. Investoren dürften diese Signale als eine gewisse Richtschnur für kommende Monate wahrnehmen.