13. April, 2024

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SGL Carbon erwartet weiterhin Dämpfung durch Windindustrie

SGL Carbon erwartet weiterhin Dämpfung durch Windindustrie

Die Prognose des SDax-gelisteten Kohlefaserspezialisten SGL Carbon weist auf eine stagnierende Entwicklung im aktuellen Geschäftsjahr hin, da das Unternehmen ausbleibende Erholungssignale aus der Windindustrie verkündet. Mit einem annähernd konstanten Umsatz im Vergleich zum Vorjahr, der rund 1,1 Milliarden Euro betrug, stellt sich SGL Carbon auf eine Fortsetzung des moderaten Wachstumstrends ein.

Die Profitabilität von SGL Carbon steht weiterhin in den Sternen und hängt maßgeblich vom geplanten Verkauf ihrer Kohlefaser-Division ab. Bleibt das Segment Teil des Unternehmens, wird ein bereinigter operativer Gewinn von 160 bis 170 Millionen Euro angestrebt. Sollte eine Desinvestition erfolgen, könnte dieser Wert auf 180 bis 190 Millionen Euro ansteigen, wie das Unternehmen aus Wiesbaden verlauten ließ.

Im Hinblick auf das Geschäftsjahr 2023 zeigte sich, dass trotz strategischer Konsolidierungs- und Investitionsmaßnahmen der Umsatz um 4,1 Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Euro sank und das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern leicht um 2,5 Prozent auf 168,4 Millionen Euro nachgab. Die Bilanz unter dem Strich wies 41 Millionen Euro Gewinn aus, was im Vergleich zu den 126,9 Millionen Euro im Vorjahr deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb.

Die Führungsriege steht ebenso vor einem Wandel: CEO Torsten Derr hat angekündigt, seinen Vertrag nicht zu erneuern, was eine höchste Verweildauer bis Ende Mai 2025 bedeutet. Die Suche nach einem geeigneten Nachfolger steht somit auf der Agenda des Aufsichtsrats.