24. Juni, 2024

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Schwere Unwetter in den USA fordern zahlreiche Opfer

Schwere Unwetter in den USA fordern zahlreiche Opfer

In den südlichen Bundesstaaten der Vereinigten Staaten haben nächtliche Unwetter eine Spur der Verwüstung hinterlassen, wobei mehr als zehn Personen ihr Leben verloren. Amerikanische Nachrichtenquellen berichten von einer Reihe von Tornados, die Texas, Oklahoma und Arkansas durchquerten und dort für erhebliche Schäden sorgten. Die genaue Verlust- und Schadensbilanz war zunächst noch nicht vollständig erfasst, wobei Rettungskräfte fieberhaft nach Verschollenen suchten und Verwundete versorgten.

Die Windgeschwindigkeiten waren so intensiv, dass Lastwagen umgeworfen und Stromleitungen ebenso wie Bäume herausgerissen wurden, was unzählige Gebäude vollständig zerstörte. Bilder und Videos in den sozialen Netzwerken zeugen von dem immensem Ausmaß der Zerstörung.

Im Raum Dallas ereigneten sich schwere Zerstörungen: Eine Raststation sowie ein nahgelegener Trailerpark wurden in Cooke County verwüstet, sieben Todesfälle bestätigt, darunter zwei Kinder. Auch aus dem angrenzenden Oklahoma werden Tote und Verletzte gemeldet. Große Hagelkörner und langandauernde Stromausfälle setzen die Bevölkerung dort massiv zu.

Die Notlage erstreckte sich bis nach Arkansas, wo mehr als 100.000 Menschen von Stromausfällen betroffen waren und mindestens zwei Menschen starben, darunter eine junge Frau im Alter von 26 Jahren. In den weiteren Staaten Missouri, Kentucky und Kansas sind ebenfalls Hunderttausende ohne Elektrizität.

Indessen wurde für zahlreiche Gebiete erneut Unwetteralarm ausgelöst, den die Experten auch mit den Ausmaßen des Klimawandels in Verbindung bringen. Tennessee, Kentucky und Indiana erhöhten ihre Warnstufen. Indiana erlebte dadurch eine Verzögerung beim traditionsreichen Indy 500-Rennen aufgrund drohender Gewitter.

Die Wetterdienste kündigten an, dass sich die Stürme im weiteren Tagesverlauf verlagern sollen, während im Süden zusätzlich vor extremer Hitze gewarnt wird. So nimmt man an, dass die Temperaturen in Texas bis auf 47 Grad Celsius ansteigen könnten.

Der bevorstehende Memorial Day in den USA könnte für viele somit zu einer wetterbedingten Herausforderung werden, denn das traditionelle Zusammenkommen zum Schwimmen und Grillen steht in einigen Regionen aufgrund der Unwettersituation infrage.