Die Bewertungsexplosion auf 3,5 Milliarden Euro signalisiert massive Investorenzuversicht
Das französische Buchhaltungs-Fintech Pennylane hat erfolgreich eine neue Finanzierungsrunde über 175 Millionen Euro abgeschlossen. Besonders bemerkenswert ist dabei die Struktur des Deals: Die Verwässerung der bestehenden Anteile konnte auf lediglich 5 Prozent begrenzt werden, was auf eine außerordentliche Verhandlungsmacht hindeutet.
Durch diese Kapitalspritze klettert die Unternehmensbewertung von zuvor 2 Milliarden auf nunmehr 3,5 Milliarden Euro. Angeführt wird die Runde von den globalen Wachstumsinvestoren TCV und Blackstone, die damit eine klare Wette auf die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells eingehen.

Der aggressive Markteintritt in Deutschland fordert den etablierten Monopolisten Datev heraus
Ein wesentlicher Teil des frischen Kapitals fließt direkt in die Expansion nach Deutschland. Um diesen strategischen Schritt zu steuern, wurde Tobias Janiesch, ein ehemaliger Manager des Zahlungsdienstleisters SumUp, für den Aufbau der lokalen Strukturen rekrutiert.
Die Ambitionen sind hoch gesteckt: Bereits bis Ende des laufenden Jahres soll die Belegschaft hierzulande auf rund 100 Mitarbeiter anwachsen. Pennylane zielt darauf ab, über Steuerberatungskanzleien zu wachsen und so Marktanteile vom deutschen Platzhirsch Datev zu erobern.
Operative Profitabilität und eine gezielte M&A-Strategie sichern die langfristige Marktposition
Laut eigener Mitteilung operiert Pennylane bereits an der Schwelle zur Profitabilität, was in der aktuellen Marktphase ein entscheidendes Qualitätsmerkmal darstellt. Dies verschafft dem Unternehmen die nötige Stabilität für aggressive Wachstumspläne.
Zusätzlich zur organischen Expansion plant das Management, die liquiden Mittel für strategische Zukäufe zu nutzen. In einem sich konsolidierenden Fintech-Sektor positioniert sich das Unternehmen damit als aktiver Gestalter und potenzieller Käufer von Wettbewerbern.


