21. Juni, 2024

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RWE plant weitere wasserstofffähige Gaskraftwerke im Rheinischen Revier und in Werne

RWE plant weitere wasserstofffähige Gaskraftwerke im Rheinischen Revier und in Werne

Der Essener Energiekonzern RWE treibt seine Planungen für wasserstofffähige Gaskraftwerke voran. Nachdem bereits für Weisweiler im Rheinischen Revier entsprechende Pläne entwickelt wurden, richtet sich das Augenmerk nun auf den Kraftwerksstandort in Werne. Hier könnte am Gersteinwerk ein Gas-und-Dampfturbinen-Kraftwerk mit einer Nennleistung von etwa 800 Megawatt entstehen.

Bei Inbetriebnahme, die bis 2030 geplant ist, soll das neue Kraftwerk mindestens 50 Prozent Wasserstoff nutzen können, mit dem Ziel, später vollständig auf Wasserstoffbetrieb umzustellen. Derzeit betreibt RWE an diesem Standort mehrere Erdgasblöcke.

Für die Planung des Projektes hat RWE das Konsortium aus Ansaldo Energia (Italien) und Tecnicas Reunidas (Spanien) beauftragt, das sich bereits für das Projekt in Weisweiler verantwortlich zeigt. Die Genehmigungsplanung läuft bereits, jedoch ist die finale Investitionsentscheidung von RWE noch abhängig von der Netzanbindung, dem regulatorischen Rahmen und der Wirtschaftlichkeit des Projekts. Über die geplanten Kosten schweigt sich RWE derzeit aus.

Nikolaus Valerius, Chef der RWE-Kraftwerksgesellschaft RWE Generation, betonte die wichtige Rolle der Politik: "Erst wenn die Anbindung des Standortes an ein Wasserstoffnetz gesichert ist und die Rahmenbedingungen einen wirtschaftlichen Betrieb der Kraftwerke ermöglichen, können wir eine endgültige Investitionsentscheidung treffen."

Die Bundesregierung plant, zeitnah einen Regulierungsrahmen für die Ausschreibung von wasserstofffähigen Gaskraftwerken zu schaffen, an denen sich RWE beteiligen will. Nach den kürzlich vorgestellten Plänen zum Bau einer Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland könnte das Gersteinwerk künftig nahe einer Wasserstoff-Transportleitung liegen.

RWE plant, an seinen Standorten in Deutschland bis 2030 insgesamt wasserstofffähige Gaskraftwerke mit einer Leistung von 3000 Megawatt zu errichten. Neben den bereits genannten Standorten Weisweiler und Werne steht auch Voerde auf der Liste. In Voerde ist zudem die industrielle Produktion von grünem Wasserstoff geplant.