14. April, 2024

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Rüstungswerte im Hoch: Anleger profitieren von gestiegenen Sicherheitsbedürfnissen

Rüstungswerte im Hoch: Anleger profitieren von gestiegenen Sicherheitsbedürfnissen

In Zeiten weltweit zunehmender Sicherheitsbedenken verzeichnen Rüstungsunternehmen an der Börse beachtliche Erfolge. Zu den strahlenden Gewinnern zählt der Verteidigungskonzern Rheinmetall, dessen Aktien sich knapp unter der Rekordmarke von 520 Euro halten, nach einem imposanten Jahresanstieg von 81 Prozent. Zeitgleich verringert der Elektronikspezialist Hensoldt die Distanz zur Spitze und steigert sein Jahresplus auf stolze 79 Prozent. Bei den Investoren des Panzer-Zulieferers Renk lohnt sich das Engagement des Produktionsbeginns - sie verbuchen seit dem Börsendebüt im Februar einen beachtenswerten Gewinn von 138 Prozent.

Blickt man auf die sicherheitspolitische Großwetterlage, verdichtet sich das Bild: David Perry, Analyst bei JPMorgan, beleuchtet in einem aktuellen Bericht den neuen europäischen Bewaffnungszyklus – motiviert durch den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, der im Februar 2022 begann. Perry prognostiziert, dieser Zyklus werde sich über mindestens ein Jahrzehnt erstrecken. Europas wachsende politische Einigkeit über die Notwendigkeit erhöhter Verteidigungsausgaben wird als Treiber dieser Entwicklung gesehen, auch unter dem Gesichtspunkt einer verringerten Abhängigkeit von den USA.

Unter den namhaften Unternehmen hebt Perry insbesondere Babcock International hervor. Der Ingenieurdienstleister, dessen Aktienkurs sich erst kürzlich auf das Niveau von 2020 erholte, zeigt laut Perry noch ungenutztes Kurspotenzial auf. Mit ambitionierten Gewinnerwartungen für Babcock, die weit über dem Marktkonsens liegen, bestätigt der JPMorgan-Experte bis 2028 seine optimistische Sicht für das Unternehmen.