21. Juni, 2024

Pharma

Rückgang des Jugendrauchens: Studie der BZgA zeigt signifikante Trends

Rückgang des Jugendrauchens: Studie der BZgA zeigt signifikante Trends

Der Konsum von Zigaretten unter Jugendlichen ist seit dem Jahr 2001 deutlich zurückgegangen. Dies belegt eine aktuelle repräsentative Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). „Das Zigarettenrauchen ist bei den meisten Jugendlichen nach wie vor out“, kommentiert Johannes Nießen, der kommissarische Leiter der BZgA, die Ergebnisse.

So verringerte sich der Anteil rauchender männlicher Jugendlicher von 27,2 Prozent im Jahr 2001 auf 9,3 Prozent im Jahr 2015 und weiter auf 7,2 Prozent im Jahr 2023. Bei den weiblichen Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren fiel der Anteil von 27,9 Prozent im Jahr 2001 auf 6,1 Prozent im Jahr 2016 und lag 2023 bei 6,4 Prozent.

Bemerkenswerte Rückgänge verzeichnet die Studie auch in der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen. Im Jahr 2023 rauchten 33,6 Prozent der jungen Männer und 18,4 Prozent der jungen Frauen. 2001 lagen diese Werte noch bei 46,7 Prozent bzw. 42,2 Prozent.

Gleichzeitig zeigt sich, dass Einweg-E-Zigaretten unter Jugendlichen an Popularität gewonnen haben. Rund sieben Prozent der 12- bis 17-Jährigen und zwölf Prozent der 18- bis 25-Jährigen gaben an, diese innerhalb des letzten Monats konsumiert zu haben. Laut Burkhard Blienert, dem Beauftragten der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, könnten vor allem die Kompaktheit, Farbenvielfalt und der niedrige Preis dieser Produkte eine große Anziehungskraft auf junge Menschen ausüben.

Blienert erinnerte auch daran, dass der Tabakkonsum weiterhin massive gesundheitliche Risiken birgt: Jährlich sterben fast 127.000 Menschen in Deutschland an den Folgen des Rauchens, einschließlich Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen. Lungenkrebs bleibt dabei die zweithäufigste Krebserkrankung bei Männern und die dritthäufigste bei Frauen.