18. Juli, 2024

Wirtschaft

Rückenwind für die US-Wirtschaft und überraschende Entwicklungen weltweit

Rückenwind für die US-Wirtschaft und überraschende Entwicklungen weltweit

Die US-Wirtschaft hat im ersten Quartal des Jahres ein stärkeres Wachstum verzeichnet als vorher angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um annualisierte 1,4 Prozent, wie das Handelsministerium nach einer dritten Schätzung bekanntgab. Damit wurde die vorherige Schätzung um 0,1 Prozentpunkte nach oben korrigiert. Zum Vergleich: Im Schlussquartal 2023 war die größte Volkswirtschaft der Welt noch um robuste 3,4 Prozent gewachsen.

Auch die Aufträge für langlebige Güter in den USA legten im Mai überraschend leicht zu. Im Monatsvergleich stiegen sie um 0,1 Prozent, wobei Volkswirte einen Rückgang von 0,5 Prozent erwartet hatten. Allerdings wurde der Zuwachs im April von 0,6 Prozent auf 0,2 Prozent revidiert, was die positiven Nachrichten etwas abschwächt.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ging in der vergangenen Woche stärker als erwartet zurück. 233.000 Menschen stellten einen neuen Antrag, was im Vergleich zur Vorwoche einem Rückgang von 6000 Anträgen entspricht. Die Erwartungen der Volkswirte lagen bei 235.000 Anträgen.

Indes hat die tschechische Notenbank ihre Geldpolitik weiter gelockert und den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte auf 4,75 Prozent gesenkt. Analysten rechneten lediglich mit einem Rückgang um 0,25 Prozentpunkte. Diese Entscheidung setzte die tschechische Krone unter Druck.

Die sogenannten schwebenden Hausverkäufe in den USA fielen im April unerwartet um 2,1 Prozent. Diese Daten veröffentlichte die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR), was die Hoffnung auf eine schnelle Erholung des Immobilienmarktes dämpft.

In der Eurozone trübte sich die Wirtschaftsstimmung im Juni geringfügig ein. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) fiel um 0,2 Punkte auf 95,9 Punkte. Bankvolkswirte hatten einen leicht besseren Wert von 96,1 Punkten erwartet.

Ein bemerkenswerter Wanderungsüberschuss zeichnete sich in Deutschland ab, wo im vergangenen Jahr rund 663.000 Menschen mehr eingewandert als abgewandert sind. Diese Zahl übertrifft die Erwartungen und ist vor allem auf den rückläufigen Zustrom ukrainischer Flüchtlinge zurückzuführen. 2023 kamen 276.000 Menschen aus der Ukraine – deutlich weniger als die rund 1.098.000 im Jahr 2022.

Das Wachstum der Geldmenge im Euroraum hat im Mai zugenommen. Die Geldmenge M3 stieg um 1,6 Prozent verglichen mit dem Vorjahresmonat, was leicht über den Erwartungen der Analysten lag, die mit 1,5 Prozent rechneten.