23. Juni, 2024

Märkte

Rohölpreise auf Erholungskurs: Brent und WTI mit leichtem Aufwind

Rohölpreise auf Erholungskurs: Brent und WTI mit leichtem Aufwind

Nach einer Phase der Schwäche scheinen die Rohölpreise wieder leicht anzusteigen. Am internationalen Ölmarkt notierte die Nordseesorte Brent für die Lieferung im Juli zuletzt bei 82,20 US-Dollar pro Barrel, was einen Aufschlag von 30 Cent im Vergleich zum Vortag markiert. Parallel dazu registrierte die US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) mit einem Plus von 23 Cent einen Stand von 77,80 Dollar pro Fass.

Marktexperten interpretieren diese positive Bewegung als eine Gegenreaktion auf vorangegangene Entwicklungen. Die vergangenen Handelstage waren von einem kräftigeren Dollar geprägt, der zur Zurückhaltung unter den internationalen Käufern führte und die Preise für das schwarze Gold nach unten korrigierte. Eine aufwertende US-Währung erschwert den Rohstoffeinkauf für Akteure außerhalb des Dollarraumes, indem sie die Kostenseite aufgrund von Wechselkursen in die Höhe treibt.

Trotz dieser leichten Preisbelebung verharren die Notierungen jedoch weiterhin nahe ihres seit März niedrigsten Niveaus. Betrachtet man allerdings die Entwicklung seit Jahresbeginn, bleiben die Ölpreise auf einem profitablem Pfad. Dies lässt sich insbesondere durch das begrenzte Angebot führender OPEC-Staaten wie Saudi-Arabien und Russland erklären.

Mit Blick nach vorn steht die OPEC+ vor einer strategischen Entscheidung. Anfang Juni kommt der mächtige Förderverbund zusammen, um über seine künftige Politik zu beraten. Es herrscht die allgemeine Erwartung am Markt, dass die gegenwärtig geltenden Produktionskürzungen eine Verlängerung erfahren werden, was weiterhin preisstützend wirken könnte.