In Washington trafen sich Elon Musk und Vivek Ramaswamy mit führenden Kongressvertretern, um den nicht-staatlichen Department of Government Efficiency (DOGE) in Schwung zu bringen. Diese Initiative zielt darauf ab, Wege zur Verringerung von Ausgaben und Regulierungen zu finden. Doch konkrete Ergebnisse blieben aus, wie Parlamentspräsident Mike Johnson erklärte: „Heute gibt es absichtlich nur wenige Details für die Presse, denn dies ist eine kreative Sitzung.“ Musk stellte in Aussicht, dass DOGE fast ein Drittel der jährlich über 6,5 Billionen Dollar umfassenden Ausgaben des Bundes einsparen könne. Experten sehen diese ehrgeizigen Ziele jedoch skeptisch und mahnen, dass solche drastischen Einschnitte zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden führen könnten. Viele Abgeordnete teilen ähnliche Zweifel. Laut einem Report von Emily Brooks und Miranda Nazzaro von The Hill gingen einige Teilnehmer nach dem Treffen mit Zweifeln daran, dass solche Ausgabenkürzungen durch den Kongress verhandelt werden können. Der DOGE-Führung gelang es nicht, Bedenken zu zerstreuen, dass es überaus schwierig sei, jährlich 2 Billionen Dollar zu kürzen – besonders angesichts der Herausforderungen bei den bisherigen Einsparungsplänen, die Steigerung der Schuldenobergrenze eingeschlossen. Republikanischer Senator Thom Tillis aus North Carolina unterstrich, dass es noch 'viel zu früh' sei, Prioritäten für die neue DOGE-Koalition festzulegen. Doch er deutete an, dass das Kürzen bürokratischer Vorschriften ganz oben auf der Agenda der kommenden Kongressperiode stehen könnte. Musk, bekannt als Tesla-Gründer, äußerte zudem sein Interesse, Steuervergünstigungen, insbesondere jene für Elektrofahrzeuge, abzuschaffen. Nach dem Treffen zeigte sich die republikanische Senatorin Susan Collins beeindruckt von den Gesprächen, die sich um die Effizienz der Regierung drehten, ohne jedoch konkrete Kürzungsvorschläge zu thematisieren. Senatorin Marsha Blackburn aus Tennessee möchte ein Gesetz vorschlagen, um einen Einstellungsstopp im öffentlichen Dienst einzuleiten und Regierungsbehörden aus Washington D.C. zu verlagern. Ebenfalls im Raum stand, dass der zukünftige Präsident Trump möglicherweise Exekutivbefugnisse nutzen könnte, um von Kongress bewilligte Ausgaben einzuschränken, wie Tom Cole, Vorsitzender des House Appropriations Committee, verlauten ließ.
Politik
Revolution mit Hindernissen: Musk und Ramaswamy im Washingtoner Ideenlabor