14. Juli, 2024

Märkte

Rasanter Aufwärtstrend an Europas Aktienmärkten: EuroStoxx 50 nähert sich der 5000-Punkte-Marke

Rasanter Aufwärtstrend an Europas Aktienmärkten: EuroStoxx 50 nähert sich der 5000-Punkte-Marke

Die europäischen Aktienmärkte verzeichneten am Donnerstag einen erneuten Aufwärtstrend und setzten damit die am Vortag unterbrochene Erholung fort. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 1,27 Prozent auf 4947,73 Punkte und nähert sich damit langsam der psychologisch wichtigen Marke von 5000 Punkten. Ein Händler vermutet, dass sich Investoren bereits für den großen Verfall an den Derivatebörsen positionieren. Dabei laufen am Freitag Terminkontrakte und Optionen auf die großen Börsenindizes aus, was für erratische Bewegungen sorgen könnte. Auch der französische CAC 40 zeigte sich am Donnerstag mit einem Plus von 1,34 Prozent auf 7671,34 Zähler erfreulich robust. Der britische FTSE 100 verzeichnete ein moderateres Wachstum von 0,82 Prozent auf 8272,46 Punkte und blieb damit etwas zurück. Besondere Beachtung fanden die jüngsten Entscheidungen der Notenbanken. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) senkte erneut den Leitzins, da der Inflationsdruck weiter nachgelassen habe. Im Gegensatz dazu hielt die britische Zentralbank an ihrer bisherigen Zinspolitik fest und beließ den Leitzins unverändert. Ein Blick auf die Branchen zeigt, dass Rohstoff-, Immobilien- und Technologiewerte europaweit am stärksten gefragt waren. Am kurzen Ende lagen Aktien aus dem Nahrungsmittelsektor, bedingt durch deutliche Kursabschläge bei Danone und Tate & Lyle. Danone konnte mit seinen neuen mittelfristigen Zielen die Investoren nicht überzeugen und fiel um 2,6 Prozent auf ein Jahrestief. Auch Analyst Bruno Monteyne von Bernstein Research zeigte sich unzufrieden und kritisierte das niedrige Wachstum sowie die geringen Margen und Kapitalrenditen. Tate & Lyle verloren rund 9 Prozent, beeinträchtigt durch die Nachricht, dass das Unternehmen den US-Spezialinhaltsstoffhersteller CP Kelco für 1,8 Milliarden US-Dollar übernehmen wird. Die Aktie des Marktforschungsunternehmens Yougov brach fast um die Hälfte ein und erreichte den tiefsten Stand seit 15 Jahren, nachdem das Unternehmen seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2023/24 reduziert hatte. Auf der Gewinnerseite standen hingegen die Aktien von Sainsbury, die sich um gut 2 Prozent verteuerten. Die britische Kaufhauskette kündigte den Verkauf ihres Kernbankgeschäfts an die Natwest Group an. Ryanair-Papiere fielen jedoch um 2 Prozent, nachdem die Investmentbank UBS ihre Bewertung von "Buy" auf "Neutral" herabgestuft hatte. Analyst Jarrod Castle führte ungünstige Preistrends als Grund für das limitierte Kurspotenzial der Billigflieger-Aktie an.