Die asiatischen Aktienmärkte verzeichneten am Dienstag überwiegend Zugewinne, nachdem ein starkes Schlusslicht an der Wall Street und der Optimismus der Anleger in Bezug auf Unternehmensgewinne die Stimmung gehoben hatten. Der US-Dollar hielt sich nahe eines Zwei-Monats-Hochs, unterstützt durch die Erwartung einer geringeren Zinssenkung in den USA im nächsten Monat.
Die Ölpreise sanken um ca. 3%, nachdem Berichte über eine Ansage des israelischen Premierministers Netanyahu an die USA die Runde machten, dass Israel bereit sei, iranische militärische Ziele anzugreifen, jedoch nicht Nuklear- oder Ölanlagen. Dies milderte die unmittelbaren Bedenken über Versorgungsunterbrechungen.
Der Nikkei stieg um 1% auf ein Drei-Wochen-Hoch, da er am Montag wegen eines Feiertags geschlossen war. Der umfassendste Index für Asien-Pazifik-Aktien außerhalb Japans, der MSCI-Index, legte um 0,2% zu, wobei Gewinne in Taiwan und Australien durch Rückgänge auf den chinesischen Märkten teils aufgehoben wurden.
Chinas Blue-Chip-Aktien fielen um 0,4%, während der Hang Seng Index Hongkongs um 0,3% nachgab, weil neue Impulsdetails aus Peking ausblieben, was die Investoren unzufrieden zurückließ. Berichte der lokalen Medien deuten darauf hin, dass Peking möglicherweise zusätzliche 6 Billionen Yuan (850 Milliarden US-Dollar) durch Staatsanleihen innerhalb von drei Jahren zur Stärkung der schwächelnden Wirtschaft aufbringen könnte.
Analysten des BlackRock Investment Institute erläuterten: "Chinas Signale zu Wirtschaftsanreizen veranlassten uns, die Gewichtung leicht zu erhöhen, insbesondere angesichts der gedrückten Bewertungen. Da die Details bisher spärlich sind, könnten wir unsere Ansicht ändern, sollten zukünftige Ankündigungen enttäuschen."
In den USA haben der S&P 500 und der Dow mit Rekordschlussständen aufgewartet, angetrieben durch Halbleiteraktien, nachdem der AI-Favorit Nvidia um 2,4% angestiegen war. Die dritte Quartalssaison wurde darüber hinaus erfolgreich von JP Morgan und Wells Fargo eröffnet. Andere Großbanken wie Citi, Bank of America und Goldman Sachs werden am Dienstag ihre Ergebnisse veröffentlichen.
Am Devisenmarkt fiel der Dollar um 0,2% auf 149,50 Yen, nachdem er über Nacht ein 2-1/2-Monats-Hoch von 149,98 erreicht hatte. Der Euro stabilisierte sich bei 1,0906 US-Dollar, angetrieben durch Erwartungen an die Entscheidung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag. Der Dollar erhält Rückenwind durch die Überzeugung, dass die Federal Reserve kommende Zinsentscheide nur langsam lockert.
Der U.S.-Anleihemarkt war am Montag wegen eines Feiertags geschlossen, verzeichnete jedoch in den frühen asiatischen Stunden leichte Rückgänge bei den Bar-Treasuries. Zweijährige Treasury-Renditen stiegen um 1 Basispunkt auf 3,9533%, während die zehnjährigen um 2 Basispunkte auf 4,0885% kletterten.