23. Februar, 2026

Automobile

Panik bei Tesla? Musk verramscht Cybertruck und zieht die Reißleine

Neuer Preiskampf und das Aus für Luxus-Modelle: Warum der E-Auto-Pionier jetzt radikal umsteuern muss.

Panik bei Tesla? Musk verramscht Cybertruck und zieht die Reißleine
Tesla streicht Luxus-Features und senkt Preise. Analysten warnen vor Margendruck durch das Ende der US-Steuerkredite.

Tesla reagiert mit aggressiven Preissenkungen auf den massiven Nachfrageeinbruch

Der Druck auf den Elektroautopionier Tesla (TSLA) wächst spürbar. In einer überraschenden Ankündigung hat der Konzern eine neue, günstigere Variante des Cybertrucks in den USA vorgestellt. Das Dual-Motor-Allradmodell wird nun für 59.990 US-Dollar gelistet und markiert damit den bisher niedrigsten Einstiegspreis für den futuristischen Pickup.

Parallel dazu wurde der Preis für das Spitzenmodell „Cyberbeast“ massiv gesenkt: Statt 114.990 US-Dollar werden nun nur noch 99.990 US-Dollar fällig. Dieser drastische Schritt erfolgt vor dem Hintergrund erheblicher Absatzschwierigkeiten. Rückrufaktionen und Qualitätsprobleme hatten das Vertrauen potenzieller Käufer zuletzt stark beschädigt.

„Der Preis gilt nur für die nächsten 10 Tage“, so CEO Elon Musk auf der Plattform X.

Das Ende staatlicher Förderungen zwingt den Konzern zur Margen-Kannibalisierung

Die Marktdynamik hat sich seit September drastisch verschlechtert. Ein entscheidender Faktor für die abkühlende Nachfrage ist die politische Wende in den USA: Die Trump-Administration hat die staatliche Steuergutschrift in Höhe von 7.500 US-Dollar gestrichen, was Elektrofahrzeuge für Endverbraucher schlagartig verteuerte.

Um die Preissenkungen beim Cyberbeast finanziell abzufedern, streicht Tesla Leistungen. Das sogenannte „Luxe Package“, welches zuvor das überwachte autonome Fahren (Full Self-Driving) sowie den kostenlosen Zugang zum Supercharger-Netzwerk beinhaltete, scheint mit der Preisanpassung entfallen zu sein.

Musk opfert klassische Modelle für eine riskante Wette auf Robotik

Die Maßnahmen beim Cybertruck sind Teil einer größeren strategischen Zäsur. Elon Musk verlagert den Fokus zunehmend weg von der reinen Automobilproduktion hin zu Robotik und KI. Dies hat konkrete Konsequenzen für das Produktportfolio: Die Produktion der Flaggschiff-Modelle Model S und Model X soll eingestellt werden.

Der gewonnene Raum in der kalifornischen Fabrik ist bereits für die Herstellung humanoider Roboter vorgesehen. Während Rivalen Marktanteile erobern und die Verkäufe stagnieren, setzt Tesla alles auf eine Karte, um sich als Robotik-Unternehmen neu zu erfinden.

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