18. Juni, 2026

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Ölpreise unter Druck: Israel verschont kritische Infrastruktur bei geplanten Vergeltungsschlägen

Ölpreise unter Druck: Israel verschont kritische Infrastruktur bei geplanten Vergeltungsschlägen

Die Ölpreise setzen ihre Abwärtsbewegung fort, belastet durch die aktuellen geopolitischen Entwicklungen. Sowohl die Nordseesorte Brent als auch die US-Variante WTI verzeichneten erhebliche Preisrückgänge, nachdem die "Washington Post" berichtet hatte, dass Israel bei seinem geplanten Vergeltungsschlag gegen den Iran auf Angriffe gegen Atom- und Ölanlagen verzichtet.

Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember fiel im Verlauf des Vormittags um 3,74 Dollar auf 73,72 Dollar, während der Preis bereits am Montag um rund zwei Prozent nachgab. Zur Erinnerung: Noch in der vorangegangenen Woche hatte ein Barrel Brent kurzfristig über 80 Dollar gekostet. Auch bei der US-Sorte WTI setzte sich der Abwärtstrend fort, wobei der Preis um 3,69 Dollar auf 70,14 Dollar fiel.

Laut der "Washington Post" habe Israels Premierminister Benjamin Netanjahu der US-Regierung mitgeteilt, dass man sich auf das militärische Gebiet konzentrieren und die Infrastruktur des Iran weitestgehend schonen wolle. Diese Nachricht sorgte für eine Beruhigung an den Ölmärkten, nachdem zuvor die Angst vor Angriffen auf iranische Ölanlagen die Preise beflügelt hatte.

Die Internationale Energieagentur (IEA) schätzt die Lage zwar weiterhin als angespannt ein, sieht jedoch keine unmittelbare Gefahr für drastische Preisanstiege. Angesichts einer wachsenden US-Produktion ist der Markt gut versorgt. Selbst bei größeren Spannungen im Nahen Osten könnte es bis Anfang 2025 zu einem Ölüberschuss kommen, so die IEA in ihrem aktuellen Monatsbericht.