25. Juni, 2026

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Ölpreise sinken deutlich - Saudi-Arabien plant Änderung der Förderpolitik

Ölpreise sinken deutlich - Saudi-Arabien plant Änderung der Förderpolitik

Die Ölpreise sind am Donnerstag im Zuge von Spekulationen über eine potenzielle Erweiterung der Ölfördermenge in Saudi-Arabien merklich gefallen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur November-Lieferung wurde am Morgen zu einem Preis von 71,69 US-Dollar gehandelt, was einem Rückgang von 1,77 Dollar gegenüber dem Vortag entspricht. Auch der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) sank um 1,75 Dollar auf 67,94 Dollar.

Marktanalysten führen diesen Preisverfall unter anderem auf einen Bericht der "Financial Times" zurück, der sich auf informierte Kreise stützt. Demnach sei Saudi-Arabien bereit, das inoffizielle Ölpreisziel von 100 Dollar pro Barrel aufzugeben, um Marktanteile zurückzugewinnen. Diese Entscheidung würde eine bedeutende Anpassung in der zukünftigen Förderpolitik des führenden Opec-Staates darstellen.

Hinzu kommt die aktuelle Stärkung des US-Dollars, welche ebenfalls Druck auf die Ölpreise ausübt. Bereits am Vortag war ein Wertzuwachs des Dollars im Handel mit anderen wichtigen Währungen zu verzeichnen gewesen. Da Rohöl auf dem Weltmarkt primär in US-Dollar gehandelt wird, erhöht ein stärkerer Dollar die Kosten für Käufer außerhalb der USA, was die Nachfrage dämpft.

Zusätzlich gibt es diplomatische Initiativen, die darauf abzielen, die geopolitische Lage im Nahen Osten zu entschärfen. Eine Koalition aus den USA, Deutschland und wichtigen arabischen Staaten erhöht den Druck auf Israel und die Hisbollah-Miliz, um eine Waffenruhe zu erzielen. In den letzten Wochen hatten geopolitische Spannungen die Ölpreise mehrfach in die Höhe getrieben.