25. Februar, 2024

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Neuzulassungen auf deutschen Straßen: Elektroanteil unter den Erwartungen

Neuzulassungen auf deutschen Straßen: Elektroanteil unter den Erwartungen

Das Kraftfahrzeugsegment in Deutschland durchlebt eine Phase gradueller Veränderungen. Im Januar schafften es mehr als 213.000 neue Autos auf die deutschen Straßen, doch fiel der Anteil batteriebetriebener Elektrofahrzeuge mit 10,5 Prozent deutlich hinter die Gesamtjahresquote von 18,4 Prozent zurück. Das Kraftfahrt-Bundesamt zeichnete ein Bild des Marktes, in dem ein Großteil der Neuzulassungen – exakt 70,7 Prozent – auf den gewerblichen Sektor entfiel.

Die Förderpolitik der Bundesregierung sah vor, noch bis zum Ende des Jahres 2023 eine Prämie für den Kauf neuer E-Autos in Höhe von bis zu 4.500 Euro zu bieten, ergänzt durch einen Herstellerzuschuss von bis zu 2.250 Euro. Die Planungen wurden allerdings durch Veränderungen innerhalb des Bundeshaushalts jäh durchkreuzt. So fiel die Unterstützung bereits Mitte Dezember, statt wie ursprünglich geplant, Ende 2024, weg. Trotz dieser Hürden zeigten sich die Autohersteller solidarisch und versprachen, die Prämien eigenständig zu finanzieren.

Ein direkter Vergleich der Neuzulassungsstatistiken zum Januar des Vorjahres offenbart Schwierigkeiten. Beobachtet wurde bereits früher ein Rückgang der Nachfrage nach E-Fahrzeugen infolge einer reduzierten Förderung sowie des Auslaufens des Bonus für Plug-in-Hybride. In Reaktion darauf haben Verbraucher ihre geplanten Autokäufe in den November und Dezember 2022 vorgezogen. Dies resultierte in ungewöhnlich hohen Zulassungszahlen zum Jahresende und einem darauffolgenden signifikanten Einbruch Anfang 2023.