24. Juli, 2024

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Neues Potenzial im Geschäft mit geleasten Diensträdern entdeckt

Neues Potenzial im Geschäft mit geleasten Diensträdern entdeckt

Eine umfassende Studie des Beratungsunternehmens Deloitte hat ergeben, dass das Geschäft mit geleasten Diensträdern auch weiterhin enormes Wachstumspotenzial birgt. Trotz des beeindruckenden Wachstums der letzten Jahre verfügen bislang nur 37 Prozent der Beschäftigten über die Möglichkeit, ein Dienstrad über ihren Arbeitgeber zu leasen. Lediglich etwa zehn Prozent der etwa 16,8 Millionen potenziellen Nutzer haben bereits entsprechende Leasingverträge abgeschlossen. Diese Erkenntnisse wurden anlässlich der Fahrradmesse Eurobike in Frankfurt präsentiert.

Laut Studienautor Kim Lachmann ist das Potenzial bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Von den rund 204.000 teilnehmenden Arbeitgebern haben im Durchschnitt noch rund 90 Prozent der Mitarbeitenden keinen Leasingvertrag für ein Dienstrad abgeschlossen. Die Anzahl der Unternehmen, die Dienstradleasing anbieten, nimmt unterdessen kontinuierlich zu – seit 2019 verzeichnet dieser Sektor ein jährliches Wachstum von etwa 46 Prozent.

Das Bild des Wachstums zeigt sich auch in den Umsatzzahlen der Leasinganbieter. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz auf 3,2 Milliarden Euro, nachdem er im Jahr zuvor noch bei 2,6 Milliarden Euro gelegen hatte. Die Anzahl der geleasten Räder erhöhte sich ebenfalls signifikant von 680.000 auf 790.000. Insgesamt wuchs die Flotte der für drei Jahre geleasten Diensträder um 400.000 auf 1,9 Millionen Stück.

Einen wesentlichen Anteil an diesem Markt haben E-Bikes, die etwa 80 Prozent der geleasten Räder ausmachen. Diese hochwertigen und meist teuren Fahrräder haben im Leasingfall einen Durchschnittspreis von 3750 Euro und liegen damit 800 Euro über dem Durchschnittspreis im gesamten Fahrradmarkt. Einen Großteil der Geschäfte wickeln die Leasinganbieter über den lokalen Fachhandel ab, was deren Bedeutung in diesem Wachstumsmarkt unterstreicht.