27. Mai, 2024

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Netzwerkausbau für die Energiewende: USA strukturieren Stromübertragung neu

Netzwerkausbau für die Energiewende: USA strukturieren Stromübertragung neu

Angesichts steigender Stromnachfrage und der Notwendigkeit eines zuverlässigen Energieübertragungsnetzes hat die oberste Energiebehörde der Vereinigten Staaten eine weitreichende Reform der Regelungen für den Ausbau von Fernstromleitungen beschlossen. Experten sehen in der Initiative eine Reaktion auf die Herausforderungen, die durch moderne Hochverbraucher wie die künstliche Intelligenz entstehen und auf die wachsenden Anforderungen an die Infrastruktur zur Erreichung der Klimaziele.

Die Federal Energy Regulatory Commission (FERC) stimmte mit einer Mehrheit von 2 zu 1 bei parteilicher Spaltung für eine neue Richtlinie, die Betreibern vorschreibt, Pläne für den langfristigen Netzausbau und die Kostenaufteilung zu entwickeln. Diese Entscheidung markiert die größte Überholung der Übertragungsregeln seit dem Jahr 2011.

In einem historischen Tiefpunkt verzeichnete der Ausbau der US-amerikanischen Übertragungsnetze im letzten Jahr einen Rückgang, zeitgleich mit einem erstmalig seit zwanzig Jahren ansteigenden Energiebedarf. Insbesondere die Übertragung von sauberer Energie aus abgelegenen Erzeugungsregionen zu den Verbrauchern stellt eine wachsende Herausforderung dar. Laut Schätzungen des Energieministeriums muss der regionale Stromtransport bis 2035 mehr als verdoppelt werden, um die Dekarbonisierungsziele der USA zu erreichen. Das ambitionierte Ziel, den Übergang zu einer klimafreundlichen Energieversorgung zu meistern, bedingt somit eine rasche und umfassende Neuausrichtung der Übertragungsstrategie.