Israel und die islamistische Hamas im Gazastreifen haben Schwierigkeiten, sich auf die Namenslisten für einen geplanten Austausch von israelischen Geiseln und palästinensischen Häftlingen zu einigen. Sowohl Israel als auch die Hamas äußerten ihre Unzufriedenheit mit den bisherigen Listen, wie aus Medienberichten hervorgeht.
Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte mit, dass die "Verhandlungen über die Liste derjenigen, die freigelassen werden sollen (...), weitergehen". Die Hamas ihrerseits gab bekannt, dass sie Anmerkungen zu den Namenslisten an die katarischen und ägyptischen Vermittler weitergeleitet habe.
Der geplante Austausch würde die vierte Gruppe an Geiseln umfassen, die seit Beginn der Feuerpause am Freitag freigelassen würden. Bisher sind bereits 58 Geiseln freigekommen, darunter auch acht deutsche Doppelstaatsbürger. Im Gegenzug wurden 177 Palästinenser aus israelischen Gefängnissen entlassen.
Laut Eilon Levi, Sprecher der israelischen Regierung, werden noch 184 Geiseln im Gazastreifen festgehalten. Darunter befinden sich 14 Ausländer sowie 80 Israelis mit einem Zweitpass.
Die Verhandlungen und die Suche nach einer Einigung in Bezug auf die Namenslisten für den Austausch gehen weiter. Sowohl Israel als auch die Hamas hoffen, dass sie zu einer für beide Seiten akzeptablen Lösung kommen können.
Die Beteiligten des Austauschs und die betroffenen Geiseln warten nun gespannt auf weitere Informationen und eine endgültige Entscheidung über die Namenslisten.