06. Oktober, 2026

KI

Musk benennt seine KI-Sparte schon wieder um: SpaceXAI wird zu SpaceXSI

Der dritte Name binnen acht Monaten folgt auf eine Executive Order des Weißen Hauses, die „Super Intelligence“ als Begriff etablieren soll. Für die Aktie ist das vor allem ein Signal, kein Kurstreiber.

Musk benennt seine KI-Sparte schon wieder um: SpaceXAI wird zu SpaceXSI
Elon Musk will die KI-Einheit SpaceXAI in SpaceXSI umbenennen, nach einer Executive Order von Präsident Trump zu „Super Intelligence“.

„Kein KI mehr“: Musk kündigt die Umbenennung auf X an

Elon Musk will die KI-Einheit SpaceXAI des Raumfahrt- und KI-Konzerns SpaceX in SpaceXSI umbenennen. Künftig soll dort der Begriff „Super Intelligence“ stehen, nicht mehr „Artificial Intelligence“. Musk kündigte den Schritt am Sonntag per X-Antwort an. Auf die Frage eines Nutzers, ob aus SpaceXAI nun SpaceXSI werde, schrieb er: „Ja, wir werden diese Änderung vornehmen.“ In der Nacht davor hatte er „Kein KI mehr“, „SI“ und „Es ist besser“ gepostet, dazu den Satz „SpaceX ist ein Unternehmen für Superintelligenz“.

Betroffen ist nach Darstellung von Reuters die KI-Einheit, nicht ausdrücklich der Gesamtkonzern. Ob eine rechtliche Umfirmierung folgt oder es bei einem neuen Branding bleibt, ist offen.

Wiederverwendbare Raketen, China schließt auf
Peking schließt bei wiederverwendbaren Raketen die technologische Lücke und könnte künftig auch ausländische Kunden beliefern. Gleichzeitig springt Europa dort ein, wo SpaceX bereits Kunden abweist.

Der Auslöser sitzt im Weißen Haus

Als Hintergrund gilt die Executive Order 14434 „Inaugurating the Era of Super Intelligence“, die Donald Trump am 29. September unterzeichnete. Die Exekutive soll danach „Super Intelligence“ und „SI“ verwenden, weil die Systeme nach Darstellung der Order weit mehr als menschliche Intelligenz nachahmten oder automatisierten. Bereits erlassene Regulierungen und Verträge müssen nicht geändert werden.

Musk war am selben Tag beim Treffen Trumps mit KI-Chefs im Weißen Haus. Laut Forbes verbesserte er sich gegenüber Reportern mitten im Satz von „A.I.“ zu „S.I.“. Nvidia-Chef Jensen Huang sprach von „Fabriken für Superintelligenz“, während OpenAI-Chef Sam Altman laut Teslarati bei „AI“ bleibt. Senator Mark Warner erklärte, die Umbenennung ändere nichts an den realen Risiken fortgeschrittener KI-Systeme. Teslarati deutet den Schritt zudem als Angleichung an die Sprache der Regierung und verweist auf Musks beratende Rolle im Pentagon.

Schon der dritte Name seit der Übernahme

SpaceXSI wäre nach Zählung der dritte Name der KI-Sparte in diesem Jahr. SpaceX übernahm xAI am 2. Februar, im Juli folgte SpaceXAI mit neuem Logo. Wann die Umbenennung umgesetzt wird und ob sie auch Produkte wie Grok oder das X-Konto der Einheit erfasst, ist noch unklar. Zum Zeitpunkt der Ankündigung war das SpaceXAI-Konto auf X jedenfalls noch nicht geändert.

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Analysten bleiben bei SpaceX positiv

Der Analystenkonsens steht laut TipRanks auf „Strong Buy“, das durchschnittliche Kursziel liegt bei 234 Dollar. Gemessen am Schlusskurs vom Freitag entspricht das noch rund 48 Prozent Luft nach oben, obwohl die Aktie an diesem Tag bereits 7,4 Prozent zugelegt hatte. Im vorbörslichen Nasdaq-Handel am Montag gewann sie zeitweise 1,02 Prozent auf 160,58 Dollar.

Was Anleger jetzt wissen müssen

Die Namensänderung verändert weder automatisch die Geschäftsaussichten noch die Bewertung des Konzerns. Entscheidend ist, ob die engere Verzahnung von Raumfahrt und KI tatsächlich neue Umsatz- und Wachstumsquellen erschließt. Wer sich an den Börsengang im Juni erinnert, weiß, dass die Aktie vor allem von Musks Erzählung lebt. Umso mehr zählen harte Zahlen: Die wiederholte Umbenennung sagt etwas über die strategische Richtung und die Nähe zur Regierung aus, aber nichts über Umsatz, Margen oder die enormen Investitionen in KI-Infrastruktur.

Beobachten sollten Anleger zwei Dinge. Erstens, ob weitere Unternehmen den von der US-Regierung propagierten Begriff übernehmen. Zweitens, ob die Umbenennung mit konkreten Produkt- oder Vertragsankündigungen einhergeht. Bis dahin bleibt sie eher Branding als Neubewertungsgrund.

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