18. Juli, 2024

Grün

Milliardenschwere Investitionen in fossile Brennstoffe kritisiert

Milliardenschwere Investitionen in fossile Brennstoffe kritisiert

Umweltorganisationen schlagen Alarm: Trotz der dringenden Notwendigkeit eines rechtzeitigen Ausstiegs aus fossilen Brennstoffen fließen nach wie vor immense Geldmittel in die Öl-, Gas- und Kohleindustrie. Diese Investitionen erschweren die Bemühungen zur Eindämmung der globalen Erwärmung. Katrin Ganswindt von der Umweltorganisation Urgewald, die zusammen mit 13 Partnerorganisationen die Studie „Investing in Climate Chaos“ veröffentlicht hat, fordert eine dringende Umschichtung hin zur Energiewende.

Die aktuelle Ausgabe dieser Studie untersucht die Finanzanlagen von über 7.500 institutionellen Investoren weltweit und zieht auf Daten vom Mai 2024 zurück. Dabei zeigt sich ein erschreckendes Bild: Aktien und Anleihen im Wert von 4,3 Billionen US-Dollar (3,97 Billionen Euro) sind in Unternehmen investiert, die in der fossilen Industrie tätig sind. Fast zwei Drittel dieser Investitionen stammen von US-amerikanischen Firmen.

Klimaforscher warnen eindringlich, dass die Menschheit auf eine bis zu drei Grad heißere Welt zusteuert, primär verursacht durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe, die Treibhausgase freisetzen. Trotz jahrzehntelanger Debatten hatte sich die internationale Gemeinschaft erst im Dezember bei der UN-Klimakonferenz in Dubai auf die Abkehr von Kohle, Öl und Gas geeinigt. Doch Umweltschützer bemängeln zahlreiche Schlupflöcher in diesen Vereinbarungen.