25. Februar, 2024

Grün

Meyer Burger setzt auf politische Rückenstärke zur Erhaltung der deutschen Solarmodulfertigung

Meyer Burger setzt auf politische Rückenstärke zur Erhaltung der deutschen Solarmodulfertigung

Das schweizerische Solarunternehmen Meyer Burger steht an einem bedeutenden Scheideweg bezüglich seiner Produktionszukunft in Deutschland und vertraut dabei auf unterstützende Signale aus der Politik. Geschäftsführer Gunter Erfurt äußerte sich vorsichtig optimistisch, betonte jedoch, dass noch keine endgültigen Beschlüsse gefasst worden seien. Während einer kürzlich stattgefundenen Pressekonferenz teilte Erfurt mit, dass man sich von der politischen Seite Lösungen erhoffe, eine vorzeitige Entscheidung aber nicht getroffen werden könne. Der Februar könnte für das Unternehmen entscheidende Weichen in Bezug auf den Fortbestand der europäischen Produktion stellen.

Diese Zuspitzung folgt Warnungen des Unternehmens aus Mitte Januar, die deutsche Produktion möglicherweise einstellen zu müssen, sofern nicht umgehend Maßnahmen gegen die Dumpingpreise chinesischer Solarmodule ergriffen würden. Mit seiner Fertigungsstätte in Freiberg, Sachsen, unterhält Meyer Burger den nach eigenen Angaben größten Solarproduktionsbetrieb Europas und ist somit ein wesentlicher Akteur im Markt.

In einem anderen Zug der strategischen Ausrichtung hat Meyer Burger erst kürzlich seine Zusammenarbeit mit Otovo, einem aufstrebenden norwegischen Unternehmen, bekanntgegeben. Dieses Start-up strebt an, über seine Online-Plattform eine Vernetzung von Kunden und Installationsfachkräften im Bereich der Photovoltaik zu etablieren – ein Schritt, der das Profil von Meyer Burger im digitalen Sektor schärft und potenziell neue Geschäftsfelder erschließt.