Umsatzsprung trotz Flaute im Spielwarenmarkt
Während viele Hersteller unter schwacher Nachfrage und geopolitischen Risiken leiden, meldet Lego glänzende Zahlen. Der Umsatz kletterte im ersten Halbjahr um 12 Prozent auf 34,6 Milliarden dänische Kronen (rund 4,6 Mrd. Euro).
Der Gewinn stieg um 10 Prozent auf 6,5 Milliarden Kronen.
„Der Markt wächst, aber wir wachsen schneller und sichern uns Marktanteile“, sagte CEO Niels B. Christiansen.

Wachstumstreiber: Franchise-Partnerschaften und Vielfalt
Mit 314 neuen Baukästen brachte Lego so viele Sets wie nie zuvor auf den Markt. Besonders gefragt waren Produkte aus den Reihen Technic, Star Wars, City, Icons und Botanicals.
Kooperationen mit Formel 1 und Jurassic Park erwiesen sich als Umsatztreiber – eine Strategie, die sich auch künftig fortsetzen soll. Ab 2026 nimmt Lego mit einer eigenen Pokémon-Serie die nächste globale Fangemeinde ins Visier.
Starke Märkte – auch in China
Besonders in den USA legte Lego zweistellig zu. Auch in China, wo westliche Marken zuletzt schwächelten, konnte der Konzern seine Position ausbauen. Während Konkurrenten wie Mattel oder Hasbro stärker unter Handelszöllen leiden, hat Lego seine Lieferketten breiter aufgestellt und kann Schwankungen besser abfedern.
Nachhaltigkeit als strategisches Signal
Parallel zum Wachstum investiert Lego in den Umbau seiner Produktion. Der Anteil erneuerbarer Materialien wurde verdoppelt, Reifen bestehen inzwischen aus recycelten Fischernetzen, Tauen und Motoröl.
Auch der Abschied vom klassischen Plastikstein wird schrittweise vorbereitet – ein Schritt, der nicht nur Image, sondern langfristig auch Kosten beeinflussen dürfte.
Premiumpositionierung zahlt sich aus
Während viele Eltern angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit günstiger einkaufen, bleibt Lego eine Ausnahme. Die Marke profitiert von ihrem Premium-Status – und von einer Kundschaft, die den Steinen längst nicht nur als Spielzeug, sondern auch als Lifestyle-Produkt und Sammlerobjekt vertraut.
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