31. August, 2025

Unternehmen

Lego baut Vorsprung aus – Umsatzrekord mit Formel 1 und Dinosauriern

Der dänische Spielwarenkonzern wächst im ersten Halbjahr zweistellig und überflügelt den Markt. Mit Markenpartnerschaften, internationalem Expansionskurs und nachhaltigen Materialien stellt Lego die Weichen für die Zukunft.

Lego baut Vorsprung aus – Umsatzrekord mit Formel 1 und Dinosauriern
Rekordzahlen mit Risiko: Lego steigert den Umsatz im ersten Halbjahr um 12 % – doch das Wachstum basiert stark auf teuren Franchise-Partnerschaften, die den Margendruck erhöhen könnten.

Umsatzsprung trotz Flaute im Spielwarenmarkt

Während viele Hersteller unter schwacher Nachfrage und geopolitischen Risiken leiden, meldet Lego glänzende Zahlen. Der Umsatz kletterte im ersten Halbjahr um 12 Prozent auf 34,6 Milliarden dänische Kronen (rund 4,6 Mrd. Euro).

Der Gewinn stieg um 10 Prozent auf 6,5 Milliarden Kronen.

„Der Markt wächst, aber wir wachsen schneller und sichern uns Marktanteile“, sagte CEO Niels B. Christiansen.
The LEGO Group H1 2025 - About Us - LEGO.com
LEGO Group reports H1 2025 revenue up 12% to DKK 34.6B, profit up 10%, driven by innovation, new sets, global expansion and sustainability efforts.

Wachstumstreiber: Franchise-Partnerschaften und Vielfalt

Mit 314 neuen Baukästen brachte Lego so viele Sets wie nie zuvor auf den Markt. Besonders gefragt waren Produkte aus den Reihen Technic, Star Wars, City, Icons und Botanicals.

Kooperationen mit Formel 1 und Jurassic Park erwiesen sich als Umsatztreiber – eine Strategie, die sich auch künftig fortsetzen soll. Ab 2026 nimmt Lego mit einer eigenen Pokémon-Serie die nächste globale Fangemeinde ins Visier.

Starke Märkte – auch in China

Besonders in den USA legte Lego zweistellig zu. Auch in China, wo westliche Marken zuletzt schwächelten, konnte der Konzern seine Position ausbauen. Während Konkurrenten wie Mattel oder Hasbro stärker unter Handelszöllen leiden, hat Lego seine Lieferketten breiter aufgestellt und kann Schwankungen besser abfedern.

Nachhaltigkeit als strategisches Signal

Parallel zum Wachstum investiert Lego in den Umbau seiner Produktion. Der Anteil erneuerbarer Materialien wurde verdoppelt, Reifen bestehen inzwischen aus recycelten Fischernetzen, Tauen und Motoröl.

Auch der Abschied vom klassischen Plastikstein wird schrittweise vorbereitet – ein Schritt, der nicht nur Image, sondern langfristig auch Kosten beeinflussen dürfte.

Premiumpositionierung zahlt sich aus

Während viele Eltern angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheit günstiger einkaufen, bleibt Lego eine Ausnahme. Die Marke profitiert von ihrem Premium-Status – und von einer Kundschaft, die den Steinen längst nicht nur als Spielzeug, sondern auch als Lifestyle-Produkt und Sammlerobjekt vertraut.

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