14. April, 2024

Pharma

Lauterbach fordert mehr Klarheit in RKI-Protokollen zur Corona-Krise

Lauterbach fordert mehr Klarheit in RKI-Protokollen zur Corona-Krise

In einer Initiative zur Stärkung der öffentlichen Nachvollziehbarkeit hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach eine umfassendere Freigabe der RKI-Protokolle aus den ersten Monaten der Corona-Pandemie ergriffen. Eine Neuprüfung der geschwärzten Inhalte ist im Gang, sodass Informationen, deren Geheimhaltung nicht zwingend notwendig ist, bald zugänglich sein sollten. Lauterbach, der beteuert, in die anfängliche Schwärzung nicht involviert gewesen zu sein, setzt damit ein Zeichen für Transparenz, um Spekulationen und Verschwörungstheorien entgegenzuwirken.

Der Auslöser für diesen Schritt des Ministers war die Veröffentlichung teilweise geschwärzter Unterlagen des RKI-Krisenstabs durch das Online-Magazin "Multipolar". Die damit einhergehenden Diskussionen um eine kritische Reflexion der staatlichen Maßnahmen gegen das Coronavirus gewinnen an Dynamik. In Deutschland ist der Bedarf an einer sachgerechten Aufarbeitung evident, bedenkt man die schwerwiegenden Folgen der Pandemie inklusive Zehntausender Todesopfer.

Der SPD-Politiker unterstrich seinen Anspruch auf maximale Offenheit und wies jegliche Vermutungen einer bewussten Informationszurückhaltung oder politischen Einflussnahme zurück. Er spricht sich damit klar gegen den Schatten des Zweifels aus, der sich um die Arbeit des Robert Koch-Instituts und dessen Kommunikation legte. Der genaue Weg der parlamentarischen Aufarbeitung steht noch zur Debatte, doch Lauterbachs Positionierung für eine transparente, der Öffentlichkeit zugewiesene Darlegung der Fakten bleibt unmissverständlich.

Im Konkreten bedeutet sein Vorstoß, dass das Robert Koch-Institut einzelne Akteure aus den Protokollen kontaktieren muss, um eine Freigabe für die Entschwärzung ihrer Daten zu erlangen. Diese Prozessierung kann bis zu vier Wochen andauern, soll jedoch zu einer transparenteren Veröffentlichung führen und somit das Vertrauen in die staatlichen Institutionen stärken.