05. Mai, 2026

Politik

Kriegseskalation: Russland intensiviert Angriffe auf ukrainische Infrastruktur

Kriegseskalation: Russland intensiviert Angriffe auf ukrainische Infrastruktur

Russland hat erneut massive Luftangriffe auf die Ukraine durchgeführt, wobei der Fokus auf der Energieinfrastruktur des Landes lag. Präsident Wolodymyr Selenskyj berichtete von über 90 abgefeuerten russischen Raketen, von denen 81 durch die ukrainische Flugabwehr, unterstützt durch westliche F-16-Kampfflugzeuge, abgefangen werden konnten. Vor den Raketenangriffen seien nahezu 200 Kampfdrohnen eingesetzt worden, teilte der ukrainische Staatschef mit. Es handele sich um einen der größten Angriffe auf die Energiestrukturen des Landes. Militärische Quellen bestätigen den Einsatz russischer Hyperschallraketen vom Typ Kinschal. Diese sollen in der Westukraine Ziele wie das Wärmekraftwerk Burschtyn und den Militärflughafen Starokostjantyniw getroffen haben. Die Region Odessa meldete ebenfalls mehrere Einschläge von Marschflugkörpern, jedoch ohne offizielle Bestätigungen. Energieminister Herman Haluschtschenko teilte auf Facebook mit, dass der Energiesektor erneut unter Beschuss stehe, und berichtete von provisorischen Stromsperren in verschiedenen Regionen zur Stabilisierung des Netzes. Präsident Selenskyj appellierte erneut an die westlichen Verbündeten, die Ukraine mit zusätzlichen Flugabwehrsystemen und umfassenderen Sanktionen gegen Russland zu unterstützen. Er betonte, dass der russische Angriffskrieg durch Öleinnahmen finanziert werde und forderte eine starke Reaktion auf die Eskalation. Am Frontverlauf in der Ostukraine verschärfte sich die Lage. Südlich von Kurachowe droht ukrainischen Verteidigern eine Einkesselung durch russische Truppen. Unklar bleibt, welche Strategie verfolgt wird, um den strategisch wichtigen Ort zu halten, während die russischen Truppen kontinuierlich vorrücken. Präsident Selenskyj reiste in die stark vom Krieg betroffene Stadt Saporischschja und besichtigte dort zerstörte Infrastruktur sowie eine neue unterirdische Schule. Er betonte die Notwendigkeit, die Sicherheit und den Schutz gegen mögliche künftige Angriffe sicherzustellen. In der internationalen Debatte über Friedenslösungen erklärte der ukrainische Präsidialamtschef Andrij Jermak, die Ukraine sei derzeit nicht stark genug für Verhandlungen mit Moskau. Derweil hat die scheidende US-Regierung unter Präsident Joe Biden ein weiteres Hilfspaket in Höhe von 500 Millionen US-Dollar zur Unterstützung der Ukraine bewilligt. Dies umfasst unter anderem Systeme zur Drohnenabwehr und Munition.