17. Juli, 2024

Wirtschaft

Konjunkturausblick Juni 2024: Gemischte Signale aus Wirtschaft und Verbraucher

Konjunkturausblick Juni 2024: Gemischte Signale aus Wirtschaft und Verbraucher

Die jüngsten Konjunkturdaten zeichnen ein gemischtes Bild der Wirtschaftslage in den USA und Europa. Eine gehemmte Binnennachfrage sowie Unsicherheiten auf dem Arbeitsmarkt und in der Inflationsentwicklung prägen die aktuelle Situation.

In den USA hat sich das Konsumklima im Juni weniger stark eingetrübt als erwartet. Der von der Universität Michigan erhobene Index fiel lediglich um 0,9 Punkte auf 68,2 Punkte. Eine vorherige Schätzung ging noch von einem stärkeren Rückgang aus. Volkswirte hatten mit einer geringeren Aufwärtsrevision gerechnet. Auch die Konsumausgaben der privaten Haushalte stiegen im Mai schwächer als prognostiziert, während die Einkommen stärker zulegten.

In Deutschland zeigt sich der Arbeitsmarkt weiterhin belastet. Die schwache Konjunktur lässt die Zahl der Arbeitslosen im Juni leicht auf 2,727 Millionen ansteigen. Die Arbeitslosenquote verharrte jedoch bei 5,8 Prozent. Eine ähnliche Entwicklung verzeichnete der ostdeutsche Wirtschaftsraum mit einer leichten Eintrübung des Geschäftsklimaindex, ebenso wie der Einzelhandel bundesweit eine Verschlechterung seiner Lage erlebt.

Im europäischen Vergleich gibt es ebenfalls differenzierte Signale. In Italien zeichnet sich eine leichte Beschleunigung der Inflation ab, während in Spanien und Frankreich die Teuerungsraten im Juni etwas zurückgingen. Die britische Wirtschaft wuchs im ersten Quartal des Jahres hingegen stärker als bisher angenommen.

Die Schweizerische Nationalbank hat im ersten Quartal 2024 erstmals seit Mitte 2022 wieder Devisen erworben. Auch in Deutschland sind die Einfuhrpreise im Mai weniger stark gesunken als zuvor. Eine Studie des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts zeigt derweil, dass der Wohnungskauf in einigen deutschen Regionen erschwinglicher geworden ist.