24. Juni, 2024

Wirtschaft

Konjunktur-Temperatur gemischt: Einkaufsmanager optimistisch, Wohnungsmarkt und Konjunkturerwartung gedämpft

Konjunktur-Temperatur gemischt: Einkaufsmanager optimistisch, Wohnungsmarkt und Konjunkturerwartung gedämpft

Der amerikanische Wirtschaftsmotor zeigt trotz monetärer Bremsmanöver keine Müdigkeit: Die neuesten Einkaufsmanagerindizes von S&P Global bescheinigen der US-Wirtschaft eine überraschend robuste Verfassung. Mit einem Anstieg auf 54,4 Punkte erreichte der Gesamtindex für die Vereinigten Staaten im Mai den stärksten Wert seit zwei Jahren und signalisiert somit weiterhin Wachstum.

Gleichzeitig kühlt der Wind auf dem US-Immobilienmarkt ab. Die Verkäufe neuer Häuser fielen im April stärker als von Analysten prognostiziert, was auf eine Eintrübung des Sektors hinweist; eine revidierte Steigerungsrate für März bestätigt diese Tendenz.

Auf der anderen Seite des Atlantiks rät die "Wirtschaftsweise" Monika Schnitzer der deutschen Bundesregierung dazu, von Sparmaßnahmen Abstand zu nehmen und stattdessen in wichtige Felder wie Infrastruktur und Digitalisierung zu investieren. Auch die Unternehmen in Deutschland zeigen sich zurückhaltend, wenn es um konjunkturelle Sprünge geht – eine Erholung erscheint nicht in naher Sicht.

Die Europäische Zentralbank könnte dennoch Hoffnung auf Belebung machen: Eine Zinssenkung im Juni steht im Raum und würde eine wirtschaftliche Stimulation bedeuten. Indes offenbart der Dienstleistungssektor der EU nach einer Studie des Ifo-Instituts unausgeschöpftes Potenzial; ein einheitlicheres Regelwerk könnte die Wertschöpfung um 353 Milliarden Euro steigern.

Während die Firmenstimmung in der Eurozone sich aufhellt, schattet die britische Stimmungslage leicht ein, verbleibt jedoch auf wachsendem Terrain. In Deutschland hingegen sorgen die Finanzen der Kommunen für Stirnrunzeln, da Kämmerer ihre Lage zunehmend kritisch sehen.

Nicht zuletzt zeigt sich der Wohnungsbau in Deutschland trotz hoher Nachfrage unentschlossen und bleibt hinter den ambitionierten Zielen der Regierung zurück.

Die Wirtschaftsnachrichten kommen zum Abschluss dieser Zusammenfassung auf unserem Nachrichtendienst.