13. April, 2024

Politik

Konfrontation im Mediensektor: Al-Dschasira wehrt sich gegen Schließungsdrohung in Israel

Konfrontation im Mediensektor: Al-Dschasira wehrt sich gegen Schließungsdrohung in Israel

In einer öffentlichen Stellungnahme hat der katarische TV-Kanal Al-Dschasira auf Vorwürfe seitens des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu mit scharfer Kritik reagiert und die Vorwürfe als eine Mischung aus 'gefährlichen und lächerlichen Unwahrheiten' abgetan. Die Anschuldigungen, die seitens Netanjahus erhoben wurden und in einem rasch verabschiedeten Gesetz mündeten, seien nichts weniger als eine Kampagne, um das renommierte Netzwerk mundtot zu machen.

Al-Dschasira steht nach intensiver Berichterstattung über den Gaza-Konflikt unter Beschuss der israelischen Regierung, die dem Sender eine parteiische Berichterstattung vorwirft. Der katarische Sender zeichnete sich durch eine detaillierte Darstellung der humanitären Krise im Gazastreifen aus, einschließlich der Übertragung von Bildern, die in israelischen Medien kaum Beachtung finden. Zudem wurden wiederholt Beiträge des militärischen Zweigs der Hamas, den Kassam-Brigaden, gesendet.

Dem gegenüber bekräftigte Al-Dschasira, durch solche Beschuldigungen keinesfalls die verpflichtende Pflicht zur 'mutigen und professionellen Berichterstattung' aus dem Blick zu verlieren und signalisierte, alle erforderlichen juristischen Mittel zu erwägen, um sich gegen die Schließungsandrohung zu wehren. Bereits in der Vergangenheit äußerte der Sender Vorbehalte, dass Mitarbeiter im Zuge des Gaza-Konflikts bewusst zum Ziel israelischer Militäraktionen gemacht worden seien.

Seit seiner Gründung im Jahr 1996 hat sich der Hauptsitz von Al-Dschasira in Doha, Katar, zu einem bedeutsamen Knotenpunkt in der arabischen Medienlandschaft entwickelt, insbesondere auch durch die Bereitschaft, kritisch über regionale Angelegenheiten zu berichten. Dies trug zu einer raschen Ausweitung der Beliebtheit des Senders in der arabischen Welt bei. Nichtsdestotrotz sieht sich der Sender Vorwürfen ausgesetzt, eine Plattform für die Hamas zu bieten. Katar, anerkannt als einer der ehemaligen bedeutenden Geldgeber der Hamas, beherbergt zudem mehrere führende Mitglieder der Organisation.