Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil (SPD), gab heute den Start des 'Job-Motors' bekannt, der darauf abzielt, Hunderttausende von Geflüchteten schneller in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Heil unterzeichnete eine Absichtserklärung mit Spitzenvertretern der Bundesagentur für Arbeit, Wirtschaftsverbänden, Gewerkschaften, Unternehmen und kommunalen Spitzenverbänden.
Seit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine haben bereits 140.000 Menschen aus dem Land in Deutschland Arbeit gefunden, betonte Heil. Dennoch stünden insgesamt 400.000 Geflüchtete, die ihren Integrationskurs abgeschlossen oder kurz davor sind, dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. 'Das reicht mir bei weitem nicht', sagte Heil. Er wollte jedoch keine Einschätzung abgeben, wie schnell diese Menschen in den Arbeitsmarkt integriert werden könnten. Seiner Meinung nach könne jedoch bereits in einem Jahr eine deutliche Verbesserung erzielt werden.
Sowohl der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Steffen Kampeter, als auch das Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Anja Piel, sicherten Heil ihre Unterstützung zu. Kampeter betonte, dass die ukrainischen Flüchtlinge eine besondere Herausforderung darstellten, da sie besonders qualifiziert seien. Er betonte auch die Wichtigkeit des Prinzips von Fördern und Fordern. Die Vermittlung der Betroffenen müsse Vorrang haben, damit sie zu Kollegen und Kolleginnen werden könnten. Heil unterstrich zudem, dass es nicht zwingend erforderlich sei, dass die Beschäftigten perfekt Deutsch sprechen müssten.
Der 'Job-Motor' wurde von Heil im Oktober letzten Jahres angekündigt und zielt vor allem darauf ab, geflüchteten Ukrainern und Ukrainern sowie Menschen aus anderen Ländern eine schnellere Vermittlung in Jobs zu ermöglichen. In individuellen Kooperationsplänen soll auch die Möglichkeit zur Weiterqualifizierung neben einer Beschäftigung oder zum weiteren Erwerb von Sprachkenntnissen festgelegt werden. Wenn Arbeitsangebote nicht angenommen werden, sollen Kürzungen beim Bürgergeld folgen.