14. April, 2024

Wirtschaft

Italiens Geburtenrate erreicht historisches Tief

Italiens Geburtenrate erreicht historisches Tief

Das mediterrane Land Italien, das schon seit geraumer Zeit dem Phänomen eines demografischen Abschwungs gegenübersteht, hat für das Jahr 2023 eine neue Sorge zu verzeichnen: einen historischen Tiefstand bei den Geburtenzahlen. Die italienische Statistikbehörde Istat enthüllte, dass im vergangenen Jahr lediglich geschätzte 379.000 Neugeborene die Bevölkerungsbilanz des Landes ergänzten – ein weiteres Absinken, welches die fortlaufende negative Tendenz seit dem Jahr 2013 bestätigt und als elfter Rückgang in direkter Abfolge markiert wird.

Die Szenarien, die sich bereits im Vorjahr abzeichneten, haben sich bewahrheitet. So unterschritten die Geburten erstmals die kritische Marke von weniger als 400.000 und beliefen sich auf rund 393.000 Kinder. Die aktuellen Zahlen von Istat zeichnen eine düstere Vorhersage, indem sie die zusammengefasste Geburtenziffer hervorheben, die mit durchschnittlich 1,2 Kindern pro Frau Italien auf einen der hinteren Plätze im europäischen Vergleich verweist.

Ein Blick auf die Gesamtbevölkerungszahl zeigt, dass im Jahr 2023 etwa 58,99 Millionen Menschen in Italien lebten. Dieser Rückgang in der Geburtenrate führt zu einem deutlichen Missverhältnis in der Bevölkerungsstruktur: Auf 1000 Einwohner kamen sechs Geburten im Vergleich zu elf Todesfällen. Zusätzlich dazu steigt das Durchschnittsalter in Italien konstant an und hat einen aktuellen Wert von 46,6 Jahren erreicht.

Interessanterweise ist trotz des demografischen Niedergangs ein Anstieg bei der Zahl der Hochbetagten zu verzeichnen. Nun gibt es in Italien einen weiteren Rekord zu melden: Die Anzahl der Menschen, die über 100 Jahre alt sind, hat mit 22.500 Personen einen historischen Höchststand erreicht und setzt so den Trend der letzten Jahre fort.