In einer überraschenden Wendung hat der Iran zugestimmt, schärfere Kontrollen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) im Fordow-Anreicherungswerk zuzulassen. Diese Entscheidung folgt auf die drastische Erhöhung der Urananreicherung, die fast die Waffenfähigkeit erreicht hat. Die IAEA hatte kürzlich berichtet, dass der Iran die Anreicherungsrate auf bis zu 60% gesteigert hat – ein Schritt, den westliche Mächte als gravierende Verschärfung im ungelösten Konflikt über das iranische Nuklearprogramm betrachten.
Zuvor hatte die IAEA die Notwendigkeit verstärkter Sicherheitsmaßnahmen, wie intensivere Inspektionen, im Fordow Fuel Enrichment Plant (FFEP) in Erwägung gezogen. Dies ist einer von zwei Standorten, an denen der Iran Uran auf dieses höchste Niveau anreichert. Ein vertraulicher Bericht der Behörde bestätigt nun die Einigung mit Iran über die Intensivierung der Sicherheitsvorkehrungen, was die Unterstützung des Landes bei der Umsetzung der verstärkten Maßnahmen widerspiegelt.
Durch die Anhebung des Anreicherungsniveaus auf bis zu 20% hat der Iran die Produktion von hoch angereichertem Uran enorm beschleunigt. Nach Angaben der IAEA kann nun monatlich mehr als 34 Kilogramm 60% angereichertes Uran in Fordow produziert werden, verglichen mit den 5-7 Kilogramm, die in den letzten Monaten sowohl in Fordow als auch in Natanz produziert wurden. Laut IAEA kann eine Menge von 42 Kilogramm, wenn weiter angereichert, theoretisch eine Bombe bilden. Der Iran verfügt bereits über ein Vielfaches dieser Menge, was die westlichen Befürchtungen weiter anheizt.
Westliche Länder argumentieren, dass es für den Iran keinen zivilen Grund gibt, auf ein derart hohes Anreicherungsniveau hinzuarbeiten, da kein anderes Land dies tut, ohne Nuklearwaffen zu produzieren. Der Iran hingegen besteht darauf, dass sein Nuklearprogramm ausschließlich friedlichen Zwecken dient.