Der deutsche Internetdienstleister Ionos hat seine Umsatzprognose für das Jahr 2024 nach unten angepasst. Nach den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres rechnet die Tochterfirma von United Internet nun mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von rund 9 Prozent. Ursprünglich war das Unternehmen von einem Plus von etwa 11 Prozent ausgegangen. Diese Anpassung wurde am Freitag in Karlsruhe bekanntgegeben.
Das Kerngeschäft von Ionos, das Internethosting und die Bereitstellung von Speicherplatz, entwickelte sich wie geplant. Doch die Umsätze im margenschwachen Aftermarket-Segment blieben hinter den Erwartungen zurück. Dadurch sei der bisherige Geschäftsplan für 2024 nur schwer realisierbar. Diese Nachricht führte zu einem Kursverlust der im SDax notierten Aktie um 2,7 Prozent.
Gleichzeitig soll die operative Marge, gemessen am bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda), etwas positiver ausfallen als bisher prognostiziert. So wird diese nun bei rund 29 Prozent erwartet, ein kleiner Anstieg im Vergleich zur bisherigen Schätzung von rund 28,5 Prozent.
Im ersten Halbjahr erzielte Ionos ein Umsatzplus von 6,1 Prozent auf insgesamt 751,7 Millionen Euro, basierend auf vorläufigen Zahlen. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 8,6 Prozent und erreichte 218,1 Millionen Euro.
Für das kommende Jahr prognostiziert Ionos ein Umsatzwachstum von ungefähr 10 Prozent und eine operative Marge von rund 30 Prozent.