19. Mai, 2024

Grün

Grünheides Widerstand bleibt trotz Aktionscamp-Auflösung bestehen

Grünheides Widerstand bleibt trotz Aktionscamp-Auflösung bestehen

Die Wellen schlagen weiterhin hoch im beschaulichen Grünheide, wo die Debatte rund um die Expansion des Elektroautogiganten Tesla keine Pause kennt. Die Protestbewegungen, die sich gegen die Unternehmensexpansion stellen, lassen nicht locker. Auch nach der Räumung eines Demonstrierungslagers kündigt das Bündnis 'Tesla den Hahn abdrehen' seine Anwesenheit bei der bevorstehenden Sitzung der Gemeindevertretung an. Dort steht die mögliche Erweiterung des Werkgeländes zur Diskussion. Der Aktivismus kringe nicht im geringsten, bestätigt Karolina Drzewo, Sprecherin der Gruppierung. Die Hartnäckigkeit der Opposition zeigt sich auch in den entschlossenen Worten von Caro Weber, der Sprecherin von 'Tesla stoppen'. Die demonstrative Besetzung an der Wasserstelle der Fangschleuse bleibt weiterhin ein Dorn im Auge des E-Autobauers. Die Zeichen stehen also weiterhin auf Sturm. Sollten die Entscheidungsträger in Grünheide zugunsten Teslas Erweiterungsplänen Stimmen, hat die Initiative 'Disrupt Tesla' über ihre Sprecherin Lucia Mende bereits angekündigt, die Protestaktivitäten zu intensivieren. Eine klare Kampfansage an den US-Elektroautogiganten und dessen CEO Elon Musk. Ungeachtet der anhaltenden Unruhen ist das Tesla-Werk, das einzige des Unternehmens in Europa, ein bedeutender Arbeitgeber der Region mit rund 12.000 Beschäftigten. Doch die idyllische Lage im brandenburgischen Wasserschutzgebiet ist und bleibt ein hitziger Diskussionspunkt, an welchem sich die Geister der Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Expansion scheiden.