22. Februar, 2024

Grün

Grünes Licht für klimafreundlichen Stahl: Habeck sichert Unterstützung für ArcelorMittal

Grünes Licht für klimafreundlichen Stahl: Habeck sichert Unterstützung für ArcelorMittal

Die Zukunft der Stahlproduktion in Deutschland nimmt Gestalt an: Robert Habeck, Bundeswirtschaftsminister, gab bei einer Betriebsversammlung von ArcelorMittal in Bremen bekannt, dass der Bund die Umstellung auf klimaneutral produzierten Stahl an den Standorten Bremen und Eisenhüttenstadt aktiv unterstützen wird. Die lange erwartete Förderzusage ist nun endlich da, nur die finale Notifizierung aus Brüssel steht noch bevor.

Für Bremen bedeutet dieses Bekenntnis das Ende einer mehrjährigen Wartezeit. Die Umstellung der Produktion bei ArcelorMittal auf eine klimaneutrale Wirtschaftsweise hat weitreichende Bedeutung. Geplant ist die Abschaltung der althergebrachten Hochöfen zugunsten von mit Wasserstoff betriebenen Direktreduktionsanlagen sowie von Elektroschmelzöfen als Ersatz für konventionelle Stahlkonverter. ArcelorMittal beabsichtigt, in der zweiten Hälfte dieses Jahrzehnts mit der Produktion umweltfreundlichen Stahls zu beginnen - ein wichtiger Schritt, betrachtet man, dass das Stahlwerk momentan für die Hälfte aller CO2-Emissionen in Bremen verantwortlich ist.

Diese Initiative ist von zentraler Bedeutung für Bremens Ambitionen zur Klimaneutralität, die bis 2038 erreicht werden soll. Mehr als 3100 Beschäftigte zählt der Standort Bremen, wo bis zu 3,7 Millionen Tonnen Rohstahl jährlich produziert werden. Neben Bremen und Eisenhüttenstadt hat ArcelorMittal weitere Produktionsstätten in Hamburg und Duisburg sowie eine Niederlassung von ArcelorMittal Construction in Sandersdorf-Brehna.

Mit dem Schritt folgt das Unternehmen dem Beispiel anderer Stahlproduzenten wie Salzgitter AG, Thyssenkrupp Steel Europe und Stahl-Holding-Saar, welche bereits vorab grünes Licht aus Brüssel erhielten und damit den Weg für staatliche Unterstützung der Modernisierungsmaßnahmen ebneten.