19. Juni, 2026

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Goldpreis trotzt gesunkener Zinserwartungen und setzt Höhenflug fort

Goldpreis trotzt gesunkener Zinserwartungen und setzt Höhenflug fort

Die jüngste Entwicklung am Goldmarkt zeigt sich bemerkenswert, da der Goldpreis trotz gesunkener Erwartungen an Zinssenkungen weiter gestiegen ist. In London erreichte der Preis für eine Feinunze vorübergehend 2.647 US-Dollar, während er am Vorabend noch bei etwa 2.630 Dollar notierte. Damit setzt der Goldpreis seinen Aufwärtstrend fort und nähert sich dem Rekordhoch von 2.685 Dollar, das Ende September verzeichnet wurde. Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank bemerkte, dass die Goldpreisstärke angesichts der reduzierten Zinssenkungserwartungen erstaunlich sei. Der Grund dafür liege in den robusten US-Arbeitsmarktdaten vom vergangenen September, die die Aussichten auf deutliche Zinssenkungen durch die Fed geschmälert haben. Die überraschend hohe Anzahl neu geschaffener Arbeitsplätze hat die Arbeitslosenquote gedrückt und die Geldpolitik der US-Notenbank beeinflusst. Die Fed hatte im September ihren Leitzins erstmals seit Beginn der Inflationswelle um 0,50 Prozentpunkte gesenkt. Doch Experten rechnen für die kommenden Sitzungen im November und Dezember nur mit moderaten Anpassungen von jeweils 0,25 Prozentpunkten. Zudem zeigte sich die Inflation höher als prognostiziert, was das Fed-Mitglied Raphael Bostic dazu veranlasste, einen unveränderten Zinssatz bei der nächsten Entscheidung in Betracht zu ziehen. Die Commerzbank geht davon aus, dass der Goldpreis vorerst nahe der 2.600-Dollar-Marke bleiben wird. Gold gilt weiterhin als „sicherer Hafen“, insbesondere angesichts der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, was die Nachfrage nach dem Edelmetall zusätzlich anheizt.