Der Goldpreis hat ein neues Rekordhoch erreicht und verzeichnete am Dienstagnachmittag einen Anstieg auf 2.454 Dollar pro Feinunze. Dies entspricht einem Zuwachs von 32 Dollar im Vergleich zum Vortag. Der wertvolle Rohstoff profitierte vor allem von der Aussicht auf früher als später sinkende Leitzinsen in den USA. Hintergrund dieser Annahme ist die deutliche Abschwächung der Inflationsrate in den Vereinigten Staaten im Juni. Bereits am Montag äußerte sich Jerome Powell, der Vorsitzende der US-Notenbank, dass die jüngsten Daten die Zuversicht der Entscheidungsträger gestärkt hätten, dass die Inflation das Ziel der Fed von zwei Prozent erreiche. In einem Umfeld fallender Zinsen gewinnt Gold insbesondere an Attraktivität, da es keine regelmäßigen Erträge abwirft und somit häufig als sichere Anlageform betrachtet wird. Ein weiter sinkendes Zinsniveau könnte die Nachfrage nach dem Edelmetall somit zusätzlich stützen. Darüber hinaus könnte ein Wahlsieg des Republikaners Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl Anfang November den Goldpreis weiter beflügeln. Trump beabsichtigt Steuersenkungen, die das Haushaltsdefizit der USA vergrößern könnten. Dies würde voraussichtlich den Status des Dollars schwächen und Anleger in sicher geglaubte Anlagen wie Gold treiben, äußerte Giovanni Staunovo, Rohstoffanalyst bei der Bank UBS.
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Goldpreis auf Rekordhoch: Steigende Nachfrage in Erwartung sinkender Zinsen