22. August, 2026

Märkte

Goldman Sachs übertrifft Erwartungen im zweiten Quartal

Goldman Sachs übertrifft Erwartungen im zweiten Quartal

Die US-Investmentbank Goldman Sachs konnte im zweiten Quartal dank eines florierenden Geschäfts an den Finanzmärkten die Erwartungen übertreffen. In Bereichen wie Anleihen, Währungen, Rohstoffe und Finanzierungsberatung stieg der Erlös deutlich. Dennoch erreichten die New Yorker Banker nicht die beeindruckenden Ergebnisse des ersten Quartals.

Vor der Börseneröffnung am Montag legte die Aktie von Goldman Sachs um 0,8 Prozent zu, nachdem sie am Freitag ein Rekordhoch bei fast 480 Dollar erreicht hatte. Für das laufende Jahr verzeichneten die Aktionäre bisher ein Kursplus von rund 25 Prozent.

Der Gesamtumsatz des Geldhauses kletterte im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent auf 12,7 Milliarden US-Dollar (11,6 Milliarden Euro), wie am Montag in New York bekannt gegeben wurde. Besonders die größte Sparte, das Investmentbanking, schnitt besser ab als erwartet. Auch der Zinsüberschuss verzeichnete einen unerwartet deutlichen Anstieg. Gleichzeitig musste Goldman Sachs nur noch 282 Millionen US-Dollar für Kreditverluste zurücklegen, was nur knapp die Hälfte der Summe des Vorjahres darstellt. Die operativen Kosten des Unternehmens blieben stabil.

Der auf die Aktionäre entfallende Nettogewinn vervielfachte sich nahezu auf 2,9 Milliarden Dollar, während das Unternehmen im Vorjahr noch mit Verlusten bei Immobiliendeals und im Privatkundengeschäft zu kämpfen hatte. "Wir sind zufrieden mit unseren soliden Ergebnissen für das zweite Quartal und unserer Gesamtleistung im ersten Halbjahr", erklärte der Goldman-Chef David Solomon.

Laut einem Bericht der "Financial Times" möchte Solomon die zusätzlichen Kapitalanforderungen, die im jüngsten Stresstest der US-Notenbank Fed festgelegt wurden, nicht akzeptieren. Dieser Prozess ermöglicht es Banken seit einigen Jahren, Einspruch gegen solche Maßnahmen einzulegen. Bisher hat die Fed jedoch alle Einsprüche abgelehnt, wie die "FT" berichtet. Goldman Sachs und die Fed nahmen dazu keine Stellung. Höhere Kapitalanforderungen könnten den Spielraum für Dividenden und Aktienrückkäufe einschränken.