24. Mai, 2024

Grün

Globales Abkommen zum Schutz genetischer Ressourcen

Globales Abkommen zum Schutz genetischer Ressourcen

In Genf steht nach mehr als zwei Jahrzehnten intensiver Gespräche die Unterzeichnung eines bedeutenden Vertrags bevor, der einen gerechten Umgang mit genetischen Ressourcen und althergebrachtem Wissen regeln soll. Die finale Verhandlungsrunde hat zu Wochenbeginn begonnen, und bis zum 24. Mai soll der historische Vertragstext feststehen. Im Kern des Abkommens geht es um die Entschädigung der Herkunftsländer von Pflanzen oder anderen Organismen, sowie um die Wertschätzung des oftmals seit Jahrtausenden überlieferten Wissens, vor allem wenn dieses von ausländischen Unternehmen zur Entwicklung von Medikamenten oder anderen Produkten genutzt wird.

In Zukunft werden Unternehmen nach den Vorgaben des Vertragsentwurfes verpflichtet sein, bei der Anmeldung von Patenten genau zu deklarieren, aus welchen Quellen ihr Material stammt. Auf diese Weise soll den Ursprungsländern die Möglichkeit gegeben werden, zu überprüfen, ob sämtliche Genehmigungen eingeholt und erforderliche Kooperationsverträge eingegangen worden sind. Die entscheidenden Gespräche finden unter dem Dach der UN-Organisation für geistiges Eigentum (WIPO) statt und es wird mit der Teilnahme von rund 1200 Diplomaten und Regierungsvertretern gerechnet.