22. April, 2024

Märkte

Freundlicher Aufwind trotz Voroster-Zurückhaltung: Europäische Börsen trotzen Anfangsverlusten

Freundlicher Aufwind trotz Voroster-Zurückhaltung: Europäische Börsen trotzen Anfangsverlusten

Die europäischen Finanzmärkte erfuhren zu Beginn der Vorosterwoche trotz anfänglicher Verluste einen spürbaren Aufschwung. Der EuroStoxx 50, der führende Leitindex der Eurozone, schaffte es im Laufe des Handelstages, unterstützt durch positive Entwicklungen an den amerikanischen Börsen, auf ein Niveau zu klettern, das nicht mehr seit Ende des Millenniumjahres erreicht wurde. Mit einem Anstieg von 0,40 Prozent schloss der Index bei beeindruckenden 5064,18 Punkten. Trotz des nahenden Osterfestes, das eine gewisse Handelszurückhaltung erwarten ließ, konnten keine nennenswerten Verkaufssignale ausgemacht werden.

In der französischen Hauptstadt Paris konnte der CAC 40 ebenfalls geringfügig um 0,41 Prozent auf 8184,75 Punkte zulegen, während der britische FTSE 100 einen bescheideneren Anstieg von 0,17 Prozent auf 7930,96 Punkte verzeichnete.

Hervorzuheben ist der Sektor des Einzelhandels, der europaweit das lebhafteste Wachstum zeigte, mit einer eindrucksvollen Zunahme um 1,6 Prozent. Ein wesentlicher Treiber war hier die Aktie von Asos, die an der Londoner Börse um beachtliche 9 Prozent nach oben schnellte. Marktkommentatoren, darunter Analyst Matthew Abraham von der Berenberg Bank, erkennen in den neu verkündeten strategischen Zielen und den Berichten über einen effizienten Abbau der Lagerbestände deutliche Erfolge des Online-Modehändlers.

Demgegenüber zeigten sich die Sektoren für Öl und Gas sowie Bergbau als die schwächsten Glieder des Börsentages, beide mit einem Rückgang von jeweils 0,5 Prozent.

Innerhalb des EuroStoxx stach speziell die Aktie von Kering positiv hervor. Nach einem anfänglich kritischen Tief erreichte der Wert der Luxusgütermarke ein Plus von 3,2 Prozent. Dies steht im Kontrast zu den jüngsten Besorgnissen über einen deutlichen Umsatzeinbruch bei Gucci im ersten Quartal, was vergangene Woche zu einem spürbaren Wertverlust führte.

Zu guter Letzt fiel Stellantis am unteren Ende des Index mit einem Minus von 2,1 Prozent auf. Trotz der Überzeugung der Berenberg-Analysten hinsichtlich der langfristigen Ziele des Automobilherstellers warnt Romain Gourvil vor reduzierten Überraschungsmöglichkeiten im laufenden Jahr, nach einer beachtlichen Gewinnsteigerung und Verdoppelung des Aktienkurses in den vergangenen zwei Jahren.