19. Mai, 2024

Wirtschaft

Freenet registriert leichten Ertragseinbruch durch Werbeinvestitionen

Freenet registriert leichten Ertragseinbruch durch Werbeinvestitionen

Der kommunikationsintensive Wettstreit um Kundenloyalität im Bereich Mobilfunk und TV-Streaming erfordert sichtlich seinen Tribut. Der Anbieter Freenet verzeichnete im Auftaktquartal eine Abschwächung des operativen Gewinns um drei Prozent auf 124,2 Millionen Euro, bedingt durch verstärkte Werbemaßnahmen, insbesondere für das eigene TV-Streamingangebot waipu.tv. Das Unternehmen reagiert damit auf die aktualisierten Marktbedingungen: Das Ende des Nebenkostenprivilegs für Kabelanschlüsse verspricht eine Welle potenzieller Neukunden, die Freenet für sich erschließen möchte.

Die Einschätzungen der Analysten, die einen noch etwas markanteren Ertragsrückgang prognostiziert hatten, wurden somit nicht gänzlich erfüllt. Trotz des leichten Rückgangs im operativen Bereich konnte Freenet den Umsatz nahezu konstant halten. Dieser legte um marginale 0,2 Prozent auf 638,9 Millionen Euro zu. Positiver gestaltet sich die Gewinnlage aus Aktionärsperspektive: Hier weist der Bericht einen Anstieg des Nettoertrags auf 65 Millionen Euro aus, eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den 18 Millionen Euro des Vorjahres. Diese Entwicklung ist sowohl auf den Wegfall belastender Abschreibungen als auch auf eine nutzbare Steuergutschrift zurückzuführen.

Die Zahlen legen nahe, dass Freenet trotz des vorübergehenden Investitionsbedarfs gut positioniert ist, um den sich wandelnden Marktgegebenheiten zu begegnen und aus diesen strategischen Vorteil zu ziehen. Konzernchef Christoph Vilanek hält weiterhin an der Jahresprognose fest und verdeutlicht damit das Vertrauen in die eingeschlagene Richtung des Unternehmens. Die Weichen für die Zukunft scheinen somit gestellt, und Freenet ist bemüht, sich im Mitbewerberumfeld durch eine gesteigerte Markenbekanntheit abzuheben.