24. Mai, 2024

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Expansionskurs trotz Herausforderungen: Energiekontor setzt auf Wachstum bei Wind- und Solarparks

Expansionskurs trotz Herausforderungen: Energiekontor setzt auf Wachstum bei Wind- und Solarparks

Der ambitionierte Expansionskurs von Energiekontor findet weiterhin statt, trotz globaler Herausforderungen, die den Sektor beeinflussen. Mit der Inbetriebnahme zweier neuer Windparks im Gesamtvolumen von 29 Megawatt, baut der Entwickler und Betreiber von Wind- und Solarparks seinen Parkbestand weiter aus. Im Fokus der Entwicklungen steht dabei das gesamte Jahr 2023, in dem insgesamt eine Leistung von 76 Megawatt realisiert wurde. Finanzkennzahlen werden von Energiekontor nur semiannuell kommuniziert; stattdessen informiert das Unternehmen mit narrativen Berichten im ersten sowie im dritten Quartal über seine Entwicklungen.

Energiekontor, welches im renommierten SDax gelistet ist, bestätigt seine zukünftigen Prognosen für die Jahre 2024 und 2028. Für das Jahr 2024 wird nach einem Rekordjahr mit rückläufigen Ergebnissen gerechnet. Hierbei rechnen die Experten aus Bremen mit einem Ergebnis vor Steuern, das deutlich unter den Vorjahreszahlen liegt und zwischen 30 und 70 Millionen Euro angesiedelt sein soll. Zum Vergleich: 2022 konnte das Unternehmen einen Rekordertrag von 95,5 Millionen Euro verzeichnen. Die volle Entfaltung des Ergebnispotenzials erwartet Energiekontor erst in den Jahren 2025 und 2026.

Die Gründe für diese vorsichtige Projektion sind im Wesentlichen in Verzögerungen bei geplanten Projekten in Großbritannien zu suchen, die aufgrund des schleppenden überregionalen Netzausbaus entstanden sind. Dadurch könnten sich erwartete Einnahmen von 60 bis 80 Millionen Euro vom Jahr 2024 auf 2025 verschieben. Auch die anspruchsvolle Situation um neue Projekte macht Energiekontor zu schaffen, denn gerade lange Lieferzeiten und knappe Verfügbarkeiten bei Windanlagen sorgen für zeitliche Verschiebungen bei der Fertigstellung und Aktivierung neuer Projekte.

Dennoch hält Energiekontor an seinen Zielen fest und plant trotz der aktuellen Problematiken mit einem jährlichen Ergebniswachstum vor Steuern von durchschnittlich 15 Prozent. Bis zum Geschäftsjahr 2028 soll das Ergebnis vor Steuern auf 120 Millionen Euro ansteigen. Der Konzern betreibt momentan 38 Wind- und Solarparks mit einer Gesamtperformance von über 380 Megawatt. Zusätzlich verfügt das Unternehmen über 28 Baugenehmigungen mit einer Projektleistung von etwa 863 Megawatt. Ein besonderes Highlight stellt hierbei eine Genehmigung für ein Windparkprojekt in Schottland dar, welches mit 86 Megawatt und einem zusätzlichen Batteriespeicher von fünf Megawatt die größte Einzelprojektkapazität für das Unternehmen darstellt.