16. Juni, 2024

Wirtschaft

Eurostat-Prognose: Europas Bevölkerung wird zunehmend älter

Eurostat-Prognose: Europas Bevölkerung wird zunehmend älter

Europas Demografie steht vor einer bedeutenden Veränderung. Laut einer neuen Vorausberechnung des Statistischen Bundesamts, die auf Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat basiert, wird der Anteil der Menschen im Rentenalter bis zum Jahr 2070 signifikant ansteigen. So wird prognostiziert, dass der Anteil der über 65-Jährigen von derzeit 21,2 Prozent auf 30,5 Prozent klettern wird.

Grundlage dieser Prognose ist eine konstante Nettozuwanderung, die jährlich durchschnittlich 1,2 Millionen Menschen in die EU bringt. Selbst bei einer Steigerung der Zuwanderung um ein Drittel würde sich die Alterung lediglich geringfügig verlangsamen, sodass der Anteil der über 65-Jährigen in diesem Szenario 29,5 Prozent betragen würde.

Der Blick auf die EU-Länder zeigt, dass Italien, Portugal und Finnland bereits Anfang 2023 die höchsten Anteile an älteren Bürgern aufwiesen, mit Anteilen von 24,0, 23,9 und 23,1 Prozent. Für das Jahr 2070 prognostizieren die Berechnungen, dass Litauen mit einem Anteil von 36 Prozent die älteste Bevölkerung haben wird, während Italien und Portugal jeweils auf 34 Prozent kommen dürften. Deutschland würde mit knapp 29 Prozent im Vergleich etwas jünger abschneiden, während Schweden den geringsten Anteil älterer Menschen mit 27 Prozent aufweisen würde.

Die Entwicklung der Gesamtbevölkerung in der EU zeigt ebenfalls rückläufige Tendenzen. Am 1. Januar 2023 lebten rund 451,4 Millionen Menschen in der EU. Bei konstanter Zuwanderung würde diese Zahl bis 2070 auf 432,2 Millionen sinken, ohne Zuwanderung sogar auf 358,4 Millionen. Eine Erhöhung der Nettozuwanderung um ein Drittel könnte die Bevölkerung hingegen auf 465,5 Millionen ansteigen lassen.