19. Mai, 2024

Wirtschaft

Eurostar plant massive Zugflotte-Erweiterung nach Fahrgastrekord

Eurostar plant massive Zugflotte-Erweiterung nach Fahrgastrekord

Eurostar, das renommierte Bahnunternehmen, das Reisende durch den Kanaltunnel befördert und Metropolen wie Paris, Brüssel und Amsterdam mit Hochgeschwindigkeitszügen verbindet, kündigt ein ambitioniertes Investitionsprogramm an. Nach einem beeindruckenden Anstieg der Passagierzahlen und der finanziellen Ergebnisse will das Unternehmen in eine Flotte von bis zu 50 neuen Hochgeschwindigkeitszügen investieren. Besonders die vom Rhein-Ruhrgebiet nach Paris führenden Linien sollen ab dem Jahr 2030 von einem modernen Zugportfolio profitieren.

Im Geschäftsjahr 2023 verzeichnete Eurostar einen beachtlichen Umsatz von über zwei Milliarden Euro und ein Vorsteuerergebnis von 423 Millionen Euro, was eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr mit 1,6 Milliarden Euro Umsatz und 391,5 Millionen Euro Ertrag bedeutet. Der signifikante Anstieg der Fahrgastzahlen von 14,8 Millionen auf 18,6 Millionen wird auf die Betriebserweiterung des Unternehmens zurückgeführt. Eindrucksvoll demonstriert Eurostar dadurch seinen Status als zentraler Spieler im europäischen Bahnverkehr, der mehrheitlich von den Staatsbahnen Frankreichs und Belgiens, SNCF und SNCB, gehalten wird.

Die aktuelle Flotte von 51 Zügen soll auf bis zu 67 ausgebaut werden, um die Kapazitäten zu erweitern und das Reiseerlebnis weiter zu verbessern. Die zu ersetzenden Modelle gehören zum Teil noch zum Portfolio der Marke Thalys, die erst kürzlich in das Netz von Eurostar integriert wurde. Die geplante Investitionssumme für die neuen Züge beläuft sich auf rund zwei Milliarden Euro. Welche Modelle von welchem Hersteller zum Einsatz kommen werden, steht momentan noch nicht fest.

Früher hatte der französische Industriekonzern Alstom die Züge für Eurostar geliefert. Im weiteren Verlauf kam jedoch der deutsche Konkurrent Siemens ins Spiel, der mit einem eigenen Modell an die Spitze rückte. Indessen stammen die Züge, die bisher im Thalys-Netz fuhren, sämtlich aus der Produktion von Alstom.