20. Juni, 2024

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Europäische Gemeinschaftswährung legt zu und Bundesbank-Präsident äußert sich vorsichtig zur Zinserhöhung

Europäische Gemeinschaftswährung legt zu und Bundesbank-Präsident äußert sich vorsichtig zur Zinserhöhung

Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte am Freitag eine Aufwärtstendenz und kletterte im Tagesverlauf auf einen Wechselkurs von 1,0853 US-Dollar. Dies markiert eine leichte Erholung seit dem Morgen, als der Euro gerade die 1,08-Dollar-Marke überschritten hatte. Von der Europäischen Zentralbank (EZB) wurde der Referenzzinssatz zudem auf 1,0840 Dollar festgesetzt, was im Vergleich zum Vortag eine minimale Anpassung bedeutet.

Blickpunkt Zinswende: Bundesbank-Präsident Joachim Nagel gibt zu bedenken, dass eine Zinserhöhung im Juni durch die EZB zwar auf dem Radar steht, jedoch nicht als Signal für eine kontinuierliche Serie von Erhöhungen missverstanden werden sollte. Er mahnt zur Vorsicht und legt nahe, dass eine mögliche zweite Zinsanpassung auf die Sitzung im September verschoben werden könnte. Diese Aussagen machte er am Rande des Treffens der Finanzminister und Notenbankchefs der G7-Länder in Norditalien.

Die sich belebende Wirtschaft und die anhaltend hohe Inflation im Euroraum sorgen dafür, dass die Erwartungen an eine baldige Zinssenkung nachlassen. Dennoch gilt eine Anpassung im Juni als wahrscheinlich. Im Gegensatz dazu scheint in den USA ein solcher Schritt in naher Zukunft zunehmend unwahrscheinlich zu sein, eine Entwicklung, welche dem US-Dollar zuletzt noch zu Gute kam.

Industrienahe Zahlen aus den USA, welche am Nachmittag publiziert wurden, zeigten kaum Wirkung auf den Devisenmarkt. Hier konnten die Aufträge für langlebige Güter für April überraschen, auch wenn die Zahlen des vorherigen Monats nachträglich nach unten korrigiert wurden.

Nicht zu vernachlässigen sind auch die EZB-Referenzkurse in Bezug auf andere wichtige Währungen: Hier wurde der Wert eines Euros auf 0,85241 britische Pfund, 170,28 japanische Yen und 0,9924 Schweizer Franken taxiert. Darüber hinaus notierte das Edelmetall Gold in London bei 2337 Dollar pro Feinunze, was einem Anstieg von etwa 8 Dollar im Vergleich zum Vortag entspricht.