18. Juni, 2026

Märkte

Euro stabilisiert sich leicht – ZEW-Konjunkturerwartungen verbessern sich marginal

Euro stabilisiert sich leicht – ZEW-Konjunkturerwartungen verbessern sich marginal

Die europäische Gemeinschaftswährung konnte am Dienstag nach jüngsten Verlusten eine gewisse Stabilisierung verzeichnen. Am Nachmittag zeigte sich der Euro unverändert zum frühen Handel bei 1,0885 US-Dollar. Zuvor erreichte er den niedrigsten Stand seit Anfang August. Die Europäische Zentralbank legte den Referenzkurs des Euro auf 1,0903 US-Dollar fest, knapp unter dem Vortageswert.

Unterdessen sorgten die aktuellen Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten für einen kleinen Lichtblick. Das ZEW-Stimmungsbarometer stieg stärker an als von Analysten vorhergesagt. Doch während die künftigen Erwartungen etwas erhöhter Zuversicht ausstrahlen, bleibt die Einschätzung der aktuellen Lage kritisch. Robin Winkler, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, kommentierte, dass die ZEW-Umfrage dieses Mal keine schlimmen Nachrichten bereithält, obwohl die Lageeinschätzung besorgniserregend bleibt.

Seit Monatsbeginn hat der Euro trotz seiner Stabilisierung eine Schwächephase durchlebt und mehr als zwei Prozent verloren. Ausschlaggebend hierfür sind Erwartungen auf weitere Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank. Am Markt rechnet man damit, dass die EZB bei ihrem nächsten Treffen den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte senkt. Auch für die verbleibenden geldpolitischen Entscheidungen der EZB wird mit weiteren Senkungen gerechnet.

Die Referenzkurse zu anderen bedeutenden Währungen blieben ebenfalls bemerkenswert. Ein Euro notierte bei 0,83355 britischen Pfund, 162,85 japanischen Yen und 0,9401 Schweizer Franken. Die Goldpreise zeigten sich in London leicht erhöht und wurden am Nachmittag mit etwa 2.657 Dollar pro Feinunze notiert – ein Anstieg von 10 Dollar gegenüber dem Vortag.