22. August, 2026

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Euro legt nach schwachen US-Inflationsdaten zu

Euro legt nach schwachen US-Inflationsdaten zu

Die europäische Gemeinschaftswährung konnte am Donnerstag deutliche Zugewinne verzeichnen, nachdem die US-Inflationszahlen schwächer als erwartet ausfielen. Am Nachmittag notierte der Euro bei 1,0875 US-Dollar, nachdem er am Morgen noch knapp einen halben Cent niedriger gehandelt wurde. Zwischenzeitlich stieg er sogar bis auf 1,0900 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0855 Dollar fest, was einem Anstieg gegenüber dem Vortag entspricht.

Die Inflationsrate in den Vereinigten Staaten hat im Juni überraschend stark nachgelassen und befeuert Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Die jährliche Teuerungsrate sank von 3,3 Prozent im Mai auf 3,0 Prozent und lag damit unter den Erwartungen von Analysten, die eine Rate von 3,1 Prozent prognostiziert hatten. Elmar Völker, Ökonom bei der Landesbank Baden-Württemberg, bezeichnete die Entwicklung als einen "positiven Paukenschlag" für die Finanzmärkte.

Völker merkte an, dass die Fed zwar noch nicht dazu bereit sei, den Leitzins bereits am 31. Juli zu senken, der Weg für eine Zinssenkung bei der darauffolgenden Sitzung im September allerdings geebnet sei. Sinkende Leitzinsen machen eine Währung für Investoren weniger attraktiv und könnten zu weiteren Bewegungen am Devisenmarkt führen.

In dieser Woche hatte der Fed-Vorsitzende Jerome Powell noch keine klaren Anzeichen für bevorstehende Zinssenkungen gegeben. Zudem haben robuste Arbeitsmarktdaten die Signale für eine mögliche Lockerung der Geldpolitik etwas gedämpft. So sanken die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stärker als erwartet, was auf einen weiterhin gesunden Arbeitsmarkt hindeutet. Ein solider Arbeitsmarkt unterstützt in der Regel die Lohnentwicklung und damit auch die Inflation.

Die EZB veröffentlichte auch die Referenzkurse für andere wichtige Währungen. Demnach wurde der Euro auf 0,84305 britische Pfund, 175,39 japanische Yen und 0,9749 Schweizer Franken festgelegt. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 2414 Dollar gehandelt, was einem Anstieg von etwa 42 Dollar gegenüber dem Vortag entspricht.