19. April, 2024

Wirtschaft

Euro erstarkt nach enttäuschenden Dienstleistungsdaten aus den USA

Euro erstarkt nach enttäuschenden Dienstleistungsdaten aus den USA

Der Euro zeigt angesichts überraschender Schwächezeichen aus dem US-Dienstleistungssektor vermehrt Stärke. Im Handelsgeschehen in New York war ein Aufwärtstrend der europäischen Einheitswährung zu beobachten, die sich auf einen Wert von 1,0835 US-Dollar erhöhte. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den täglichen Referenzkurs bei 1,0783 Dollar veranschlagt – ein Anstieg im Vergleich zum Vortag. Dementsprechend hatte sich der Dollar auf 0,9273 Euro verbilligt, nach 0,9303 Euro am Dienstag. Die US-Währung geriet ins Wanken, als Daten darauf hindeuteten, dass die Stimmung im Dienstleistungssektor der Vereinigten Staaten im letzten Monat nachließ. Entgegen der Prognosen von Ökonomen, die von einem Anstieg des Einkaufsmanagerindex ISM ausgingen, enttäuschten die Zahlen. Besonders auffällig war dabei der Abfall des Preiskomponenten-Indikators auf den tiefsten Punkt seit dem Ausbruch der globalen Pandemie im März 2020. Die Interpretation der vorliegenden ISM-Daten liegt nahe, dass von einer abkühlenden Inflation ausgegangen und somit eine Zinssenkung durch die Federal Reserve im Sommer in Betracht gezogen werden könnte. Jerome Powell, Vorsitzender der Federal Reserve, signalisierte derweil, dass bei Entscheidungen Geduld bewahrt und das Augenmerk auf kommende Wirtschaftsdaten gelegt wird.