21. Juni, 2024

Märkte

Euro erholt sich leicht von Wochenverlusten - Zinserwartungen prägen Devisenmarkt

Euro erholt sich leicht von Wochenverlusten - Zinserwartungen prägen Devisenmarkt

Der Euro zeigt sich etwas erholt im Kampf gegen den Grünen Schein. Nach einem kurzen Frühstückstief notierte die europäische Einheitswährung zur Mittagsstunde bei 1,0840 US-Dollar - ein Anflug von Hoffnung, nachdem die Notierungen zuvor schwächeln. Ein Blick zurück auf den Donnerstag lässt den von der Europäischen Zentralbank festgelegten Referenzkurs von 1,0854 US-Dollar in unmittelbare Nähe rücken.

Doch die Anziehungskraft des Euros ist diese Woche im Schatten des US-Dollars nur ein schwaches Leuchten. Der treibende Motor hinter der erstarkten US-Währung bleibt die feste Hand der US-Notenbank Federal Reserve. Weit entfernt von einer Zinssenkungsorgie halten die Währungshüter ihre Pforten fest verschlossen. Nur eine einzige Zinssenkung ist derzeit in der Preiskalkulation der Märkte berücksichtigt – ein deutlicher Rückgang von den sechs antizipierten Kürzungen zu Jahresanfang. Die Inflation gibt den Takt vor, und die Fed dirigiert streng nach dieser Vorgabe.

Während die Eurozone im Stimmungsbarometer gleichmütige Signale sendet, schlägt das Wirtschaftsbarometer milde Wellen. Deutschland rapportiert einen leichten Frühlingserwachen in der Wirtschaft mit einem Wachstum von 0,2 Prozent im ersten Quartal – keine Überraschung, denn die Grobdaten waren längst in den Expertenrunden verkündet worden. Detaillierungen waren lediglich das Tüpfelchen auf dem I. Frankreich wiederum bestätigt das Konstanzgesetz des Geschäftsklimas, genau wie von den Analysten prophezeit.

Der Blick wendet sich gen Westen, wo die USA noch ihre industriellen Weichenstellungen des Nachmittags enthüllen werden. Bestellzahlen aus der Industriefertigung sollen Investorenherzen höherschlagen lassen. Zusätzlich geben die Forscher der Universität Michigan Einblicke in die Konsumlaune und die Inflationserwartungen der amerikanischen Verbraucher – ein vielbeachtetes Seismogramm des Verbrauchervertrauens.