Die Kurse deutscher Bundesanleihen haben am Dienstag eine deutliche Aufwärtsbewegung erfahren. Der maßgebliche Terminkontrakt Euro-Bund-Future verzeichnete einen Anstieg von 0,34 Prozent und erreichte damit 132,32 Punkte. Im Gegenzug sank die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen auf 2,44 Prozent. Diese Entwicklung spiegelte sich auch in den anderen Ländern der Eurozone wider, wo die Renditen ebenfalls zurückgingen.
Ein Faktor, der den Anleihenmarkt stützte, war die allgemein trübe Stimmung an den europäischen Aktienmärkten. Experten der Commerzbank äußerten sich besorgt über die politische Zukunft in den USA: "Eine zweite Präsidentschaft von Donald Trump werde nach dem Anschlag immer wahrscheinlicher." Insbesondere fiskalische Bedenken stehen dabei im Vordergrund, da es als unwahrscheinlich gilt, dass Trump sich auf die Haushaltskonsolidierung konzentrieren wird. Ein weiterer Punkt der Unsicherheit ist seine Ankündigung, den amtierenden Notenbankchef Jerome Powell zu ersetzen.
Am Vormittag boten die ZEW-Konjunkturerwartungen erste Anhaltspunkte für die wirtschaftliche Stimmung im Juli. Hierbei wird von Ökonomen eine Abschwächung der Erwartungen für Deutschland prognostiziert. Ergänzend dazu stehen am Nachmittag in den USA noch wichtige Daten zu den Einzelhandelsumsätzen auf der Agenda, die zusätzliche Hinweise auf die wirtschaftliche Lage geben könnten.