22. April, 2024

Pharma

Erstmals Vogelgrippe bei Milchkühen in den USA festgestellt

Erstmals Vogelgrippe bei Milchkühen in den USA festgestellt

Im Agrarsektor der Vereinigten Staaten läuten die Alarmglocken: Eine Variante der Vogelgrippe hat einen seltenen Wirtswechsel vollzogen und ist erstmals bei Milchkühen in Teilen des Landes nachgewiesen worden. Eine Minderung der Fresslust und eine deutliche Reduktion der Milchleistung sind Symptome, die bei älteren Kühen in Texas, Kansas und New Mexico beobachtet wurden, wie das US-Landwirtschaftsministerium berichtet. Wildvögel stehen im Verdacht, als Überträger der Krankheit zu fungieren, nachdem auf mehreren Höfen verstorbene Exemplare aufgefunden wurden.

Interessanterweise ergaben Untersuchungen, dass der Krankheitserreger auch in Proben unpasteurisierter Milch präsent ist. Die Verantwortlichen im Ministerium versichern jedoch, dass die Milchversorgung der Nation und die Produktsicherheit nicht beeinträchtigt seien. Man nimmt sich der Thematik mit umfassenden Analysen an, um weitere Einblicke zu gewinnen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Die genaue Übertragungsart ist noch unklar – ob die Rinder sich ausschließlich durch Wildvögel oder auch untereinander angesteckt haben. Im Rahmen der ersten Tests am identifizierten H5N1-Virus ergaben sich keine Hinweise auf Mutationen, die eine erhöhte Übertragungswahrscheinlichkeit auf den Menschen vermuten lassen. Die Experten halten das Risiko für gering.

Die Nachricht kommt zu einer Zeit, in der die Vogelgrippe sich bereits als die umfangreichste je verzeichnete Epidemie über Kontinente hinweg ausbreitet. Hauptsächlich Vögel sind von dem Pathogen betroffen, allerdings wurden Fälle auch bei anderen Säugetierarten festgestellt.